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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 15:24 Uhr

Kunstflecken : Balladen gingen unter die Haut

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mikhael Paskalev präsentierte mit Jonas Alaska und Billie Van einfühlsame Melodien in der Werkhalle

Neumünster | Avicii, Alan Walker – Skandinavien ist momentan mit der elektronischen Musik großer DJs auf allen Radiosendern vertreten. Remixes und Synthesizer-Sounds stürmen die Charts. Doch der Norden kann auch anders. Den Beweis lieferte Mikhael Paskalev am Sonnabend in der Werkhalle. Begleitet von seinen norwegischen Freunden, dem Sänger und Liedermacher Jonas Alaska und der Sängerin Billie Van, präsentierte der junge Musiker einfühlsame Balladen.

Zu jedem seiner selbstgeschriebenen Songs lieferte der sympathische Interpret seine ganz persönlichen Geschichten. So erfuhren die 250 Zuschauer, dass Mikhael Paskalev im Dezember Vater wird und erhielten Einsichten in des Verhältnis des Sängers und Gitarristen zu seinem Vater.

Ebenso einfühlsam wie die Bekenntnis waren die Melodien. Ruhig dargeboten mit zwei akustischen Gitarren und dem dreistimmigen Gesang, zogen die Balladen das Publikum in ihren Bann. Niemand wagte die Stimmung zu stören. Wenn sich die Gäste unterhielten, dann nur im Flüsterton.

Susanne Manke hatte sich mit ihren beiden Freundinnen in den hinteren Teil der Werkhalle auf einen Mauervorsprung zurückgezogen, um ihre Füße ein wenig zu entlasten, denn am Sonnabend war die Werkhalle unbestuhlt und zum Tanzen waren Mikhael Paskalevs sanften Balladen nicht geeignet. „Ich bin immer wieder erstaunt, welche feinen Schätze die Organisatoren des Kunstfleckens ausgraben“, sagte Susanne Manke. Sie sei ein großer Fan des Kulturfestivals und wisse aus Erfahrung, dass man sich auch dann getrost Karten kaufen kann, wenn man die Interpreten nicht kennt. „Ich bin noch nie enttäuscht worden“, sagte die Neumünsteranerin. Auch die Musik Mikhael Paskalevs kannte Susanne Manke vorher nicht.

Nun war sie begeistert: „Der hat eine tolle Stimme, auf die man sich gut einstellen kann“, urteilte sie. Ihr gefiel die ruhige, sympathische Ausstrahlung des Interpreten, der sein Publikum auch „ohne große Lichtshow begeistern“ konnte. Wenn es jetzt noch Sofas gegeben hätte, wäre der musikalische Genuss kaum zu toppen gewesen. 




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erstellt am 05.Sep.2016 | 10:00 Uhr

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