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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 13:40 Uhr

Theodor-Litt-Schule : Bald mehr Zeit für die Enkelkinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Schulleiterin Anneke Schröder-Dijkstra geht in den Ruhestand

Neumünster | Morgen wird Anneke Schröder-Dijkstra an der Theodor-Litt-Schule (TLS) verabschiedet. Die Schulleiterin geht mit 64 Jahren offiziell zum Monatsende in den Ruhestand. „Das achte Enkelkind ist unterwegs“, sagt die vierfache Mutter und nennt damit einen Grund, warum sie etwas vorzeitig geht. „Ich habe so viel gearbeitet in letzter Zeit, dass ich jetzt meine Enkel aufwachsen sehen möchte und nicht nur per Skype oder Whatsapp“, sagt sie.

Als die Neumünsteranerin, die mit ihrem Mann in der Innenstadt wohnt, am 1. November 2007 ihren Dienst an der Parkstraße antrat, endete eine vierjährige Vakanz. So lange war der Schulleiterposten nur kommissarisch besetzt gewesen. „Ich habe gleich an meinem ersten Schultag eine 2. Staatsprüfung abgenommen“, erinnert sie sich.

Für die gebürtige Hamburgerin war es die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte, denn schon von 1978 bis 1989 war die Volkswirtin und Wirtschaftspädagogin an der TLS Lehrerin in den Fächern Wirtschaft und Verwaltung sowie Wirtschaft/Politik. Weitere berufliche Etappen waren 1989 bis 1993 das Bildungsministerium, dann 1993/94 als stellvertretende Leiterin die Elly-Heuss-Knapp-Schule und 1994 bis 2007 erneut das Bildungsministerium, wo sie als Ministerialrätin das Referat für berufliche Bildung leitete.

Als besondere Wegmarken ihrer Tätigkeit an der Litt-Schule mit ihren heute 130 Lehrern und 2170 Schülern nennt sie die Gründung des Regionalen Berufsbildungszentrums (RBZ), dessen Geschäftsführerin sie ist. „Die ersten Jahre waren bestimmt davon, die Verwaltung dafür aufzubauen“, sagt sie und nennt als ihren Part dabei die Haushaltsfragen und die Verhandlungen mit der Stadt.

Baulich fällt in ihre Dienstzeit das neue Galenik-Labor für die PTA-Ausbildung. Die angehenden pharmazeutisch-technischen Assistenten lernen dort die Herstellung von Salben, Zäpfchen und anderen Arzneien. Auch wurde die alte Sporthalle an der Holstenstraße zum Lernatelier umgebaut.

Stolz ist Anneke Schröder-Dijkstra auf neu etablierte Bildungsgänge, etwa die Berufsoberschule. Schüler gelangen dort mit einer Berufsausbildung und Fachhochschulreife in einem Jahr zum Abitur. Eingeführt wurde auch die schulische Berufsausbildung der informationstechnischen Assistenten, die Fachoberschule in Teilzeit als Abendschule für Berufstätige oder das Berufliche Gymnasium Pharmazietechnik, das in vier Jahren zum Abi und PTA-Abschluss führt. Daneben ist die TLS auch noch Berufsschule für ganz neue Berufe wie den Personaldienstleistungskaufmann und Landesberufsschule für Drogisten geworden.

„Für mich ist berufliche Bildung ein wesentlicher Baustein für Chancengleichheit“, sagt und nennt ihr Credo: „Kein Abschluss ohne Anschluss. Das Bildungssystem ist durchlässig.“

Ganz loslassen wird Schule sie nicht. Anneke Schröder-Dijkstra will in einem Arbeitskreis zur Geschichte der beruflichen Bildung in Neumünster mitarbeiten. Zudem ist sie schon seit 31 Jahren Vorsitzende des Fördervereins der Fehrs-Schule, außerdem Schatzmeisterin in der Union der Zonta-Serviceclubs Deutschland.

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erstellt am 20.Jul.2016 | 08:00 Uhr

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