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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 12:57 Uhr

Einfeld : Bänke laden zum Verweilen ein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Barrierefreier Zugang vom Parkplatz an der Schanze zum Einfelder See wurde gestern offiziell freigegeben

Neumünster | Mit einer Schere durchtrennte Stadtteilvorsteher Sven Radestock gestern Mittag das Flatterband am Abgang von der Einfelder Schanze hinunter zum See. Damit ist der Einfelder See nun auch für Behinderte und Eltern mit Kinderwagen barrierefrei vom Parkplatz aus zu erreichen. Die beiden schon im März im Nordteil der Schanze eingerichteten Behindertenparkplätze bekommen erst damit einen Sinn.

„Der Abgang hat sogar einen Rollstuhl-Test bestanden“, sagte Einfelds Seniorenbeirat Ulf Heeschen. Er schätzt aber, dass Rolli-Fahrer auf dem Weg nach oben doch Hilfe benötigen werden. Sven Radestock fand die zur Sicherung eingebauten Sperren noch „gewöhnungsbedürftig, aber die Aussichtspunkte sind toll.“

An drei Stellen des 125 Meter langen Wegs laden von Granitborden eingefasste Bänke zum Verweilen ein und bieten einen herrlichen Ausblick auf den See. An den Standorten der Bänke gibt es ausreichend Aufstellfläche auch für Rollstuhlfahrer, Rollatoren oder Kinderwagen.

„Für uns ist das ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Infrastruktur am Einfelder See“, sagte Michael Muszeika von der Grünflächen-Abteilung der Stadt. Obwohl ein Niveauunterschied von sechs Metern zu überbrücken war, bleibe die Steigung mit im Mittel 4,7 Prozent im Rahmen. „Die ersten Meter sind etwas steiler, aber dann geht es“, sagte Muszeika. Der Weg habe eine relativ starke Tragschicht und sei mit zwei Metern 50 Zentimeter breiter als gefordert.

Die Kosten der von der Neumünsteraner Garten- und Landschaftsbaufirma Wittorf ausgeführten Arbeiten blieben im Rahmen des Ansatzes von 35  000 Euro und umfassen auch die Bänke und die Bepflanzung, sagte Michael Muszeika. Vor allem der Stadtteilbeirat hatte sich für die Rampe stark gemacht. „Es gab schon viel Zuspruch, der Weg wird sehr schnell angenommen werden“, ist sich Einfelds Stadtteilbeiratsvorsitzender Sven Radestock sich.

„Wir haben jetzt einen unmittelbaren Zugang für meine Klientel“, sagte Neumünsters Behindertenbeauftragter Hartmut Florian. Er hofft, dass dies nur der Auftakt zu mehr Barrierefreiheit am Einfelder See ist und im Frühjahr der behindertengerechte Ausbau des ersten von drei öffentlichen Toilettengebäuden beginnt.

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erstellt am 15.Nov.2016 | 06:30 Uhr

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