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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 03:22 Uhr

Stadtwerke : Badneubau: Der Grundstein liegt bereit

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Morgen soll das Fundament geschüttet werden. Die Traglufthalle über dem Schwimmerbecken wurde letztmalig aufgebaut

Neumünster | Von seinem Büro im ersten Stock hat Projektsteuerer Bernhard Strang den Neubau im Bad am Stadtwald stets im Blick. Und der kommt gut voran. Wenn das Wetter mitspielt, rollen morgen die Lkw an, um 170 Kubikmeter Beton für die Fundamente im künftigen Technikkeller zu schütten.

Vor sieben Wochen starteten die Abbrucharbeiten am 40 mal 50 Meter großen Nichtschwimmerbecken, das dem Bau der neuen Schwimmhalle weichen muss. Mit dem Bodenaushub wurde Mitte September begonnen. Die Überprüfung auf Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg förderte tatsächlich einen – verfüllten – Bombenkrater zutage. Die Kaserne und der Militärflugplatz auf dem Gelände der heutigen Böcklersiedlung waren Ziel der Alliierten.

Die Betonbauarbeiten am Fundament gestalten sich schon aufwändig, da das Grundwasser abgesenkt werden muss. Doch jetzt geht es Schlag auf Schlag weiter. In der kommenden Woche am Donnerstag, 3. November, wollen SWN-Geschäftsführer Dr. Norbert Bruhn Lobin, Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras und Innenminister Stefan Studt den Grundstein am Stadtwald legen.

Die Eile ist verständlich. „Wir müssen im Herbst 2017 mit dem ersten Bauabschnitt fertig sein“, sagt Bad-Leiter Tom Keidel. Im kommenden Jahr hat das Bad keine Zulassung mehr für die Traglufthalle. Sie wurde vergangene Woche letztmalig aufgebaut und soll am Montag, 31. Oktober, pünktlich zum Schulstart nach den Herbstferien geöffnet werden.

Die neue Schwimmhalle bekommt ein sogenanntes Cabrio-Dach, das innerhalb von nur acht Minuten auf Knopfdruck ein- oder ausgefahren werden kann. „Das kostet zwar rund 300  000 Euro extra, ist aber ein echtes Alleinstellungsmerkmal sein“, sagt Keidel und verspricht im Sommer durch die transparenten Glasfronten und die vier großen Falttüren Freibad-Flair und bei Schietwetter und im Winter eine vollwertige Halle. Keidel: „Das wird ein großes gläsernes Kästchen, eine Schwimmhalle mit Panoramablick.“

Bundesweit gingen die Besucherzahlen in Freibädern zurück. „Die Halle bietet eine Alternative und erhöht die Flexibilität“, so Keidel. Das Schwimmbecken in den Ausmaßen 50 mal 21 Meter soll wettkampftauglich sein. Die Leinen der Schwimmbahnen sollen längs und auch quer zu spannen sein, was vielfältige Aufteilungen ermöglicht.

„Wir erhoffen uns zumindest stabile Besucherzahlen“, sagt Keidel. Die Konkurrenz schläft nicht. Die Stadt Kiel baut auch gerade ein neues Bad. Keidel: „Wir werden ungefähr zur gleichen Zeit öffnen.“ Und dann beginnt am Stadtwald auch schon der zweite Bauabschnitt. Das bisherige Schwimmerbecken wird dann abgerissen und auf 18 mal 30 Metern verkleinert als Nichtschwimmerbecken wieder aufgebaut. Der Sprungbereich bleibt und wird nur leicht angepasst.

Klar ist schon jetzt: Der Badneubau wird teurer als veranschlagt. Statt 9,6 Millionen Euro wird es jetzt wohl zweistellig.

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erstellt am 25.Okt.2016 | 06:30 Uhr

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