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Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 13:29 Uhr

Openhaart : Awo und Ministerium unterstützen Hilfsverein

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Verein Openhaart wird als korporatives Mitglied der Awo aufgenommen. Das Sozialministerium stellt Gelder für eine halbe Stelle zur Verfügung.

Neumünster | Der Verein Openhaart darf sich über zwei gute Nachrichten freuen. Zum einen stellt das Sozialministerium drei Jahre lang Fördergelder für eine Halbtagsstelle zur Verfügung, zum anderen hat die Arbeiterwohlfahrt (Awo) den Verein als sogenanntes korporatives Mitglied aufgenommen.

Die Ehrenamtler von Openhaart bieten in ihrem Freizeitzentrum an der Slevogtstraße verschiedene Projekte an. Das Ziel des Vereins ist unter anderem, Jugendliche mit jungen Flüchtlingen aus der Erstaufnahme in Kontakt zu bringen, um damit Vorurteile abzubauen. Die Angebote reichen vom Willkommens-Dinner für Geflüchtete, Ehrenamtliche und Kulturinteressierte über einen offenen Jugendbetrieb mit Sportangeboten bis hin zu Sprachcafés, Nachhilfe und Vorträgen.

Durch die korporative Mitgliedschaft in der Awo eröffnen sich für die freiwilligen Mitarbeiter des Vereins neue Perspektiven. Was sich dahinter verbirgt, erklärt die Vorsitzende des Awo-Kreisverbands, Jutta Schümann: „Wir haben als anerkannter Wohlfahrtsverband die Möglichkeit, andere Vereine als korporative Mitglieder aufzunehmen, die sich zu den gleichen Werten und gesellschaftspolitischen Zielen bekennen. Von Seiten der Awo ist man vom Konzept und der vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit des Vereins überzeugt.“ Durch die neue Zusammenarbeit sei es möglich, Synergien zu schaffen und die bestehende Arbeitsweise des Vereins stetig zu verbessern, sagte Schümann. Im Gespräch ist unter anderem die Einrichtung einer Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ).

Eine andere Stelle, nämlich die einer Halbtagskraft, wurde bereits für drei Jahre vom Sozialministerium genehmigt, das die finanziellen Mittel zur Verfügung stellt. Bei dem Vorsitzenden von Openhaart stieß diese Nachricht auf Begeisterung. „Wir haben als Verein das Bedürfnis nach Stabilität. Dadurch entsteht eine neue Sicherheit“, sagte Roman Wagner. Auch Mitarbeiterin Johanna Schnoor freute sich: „Unserer Idee, die Potenziale und die Energie aus der Hilfe mit und von Geflüchteten einzubringen, um allen offene Räume zur Entfaltung ihrer Interessen zu geben, kommen wir so einen Schritt näher.“

Weiterhin offen bleibt allerdings die Frage, wie es mit dem ehemaligen Jugendfreizeitheim an der Slevogtstraße weitergeht, das die Stadt dem Verein derzeit kostenlos zur Verfügung stellt. „Momentan ist es so, dass der Vertrag für die Nutzung der Räume monatlich verlängert wird“, sagte Roman Wagner. Das bestätigte auch Thorben Pries, Büroleiter von Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras. Über eine Nachnutzung des Gebäudes oder des Grundstückes sei allerdings noch keine Entscheidung gefallen.

Für Jutta Schümann von der Awo ist das auf Dauer jedoch keine zufriedenstellende Lösung: „Diese Initiative braucht eine gewisse Sicherheit. Das Programm des Vereins ist auf Nachbarschaft, Nähe und einfache Erreichbarkeit angelegt. Das kann man nicht einfach umsiedeln.“

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erstellt am 04.Nov.2016 | 10:00 Uhr

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