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Holsteinischer Courier

04. Dezember 2016 | 11:22 Uhr

Waldorfschule : Aus dem Bolzplatz wurde endlich ein richtiges Sportgelände

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Waldorfschule konnte nach zweijähriger Planung den neuen Sportplatz einweihen. Finanziert durch Fördergelder und Kredite, können die Schüler nun auf dem eigenen Gelände Sportunterricht bekommen.

Neumünster | Nach zwei Jahren Planung ist es so weit – die Schüler der Waldorfschule durften gestern ihren neuen 5000 Quadratmeter großen Sportplatz einweihen. Der Umbau des Bolzplatzes hat 305 000 Euro gekostet. Der Platz ist der kostengünstige Kompromiss zum Bau einer Turnhalle. Zuvor befanden sich dort eine kurze Laufbahn und eine freistehende Rasenfläche.

Frank Schade (51), Geschäftsführer der Schule, und Dr. Jochen Stegemann (57), Lehrer für Naturwissenschaften, begrüßten die Gäste vor dem Platz und ließen die Bauarbeiten Revue passieren. „Vor 13 Jahren wurde diese Schule errichtet. Es gab damals schon den Plan, eine Sporthalle zu bauen. Denn wie jeder weiß, ist eine Schule ohne Sportunterricht, nicht komplett. Wir sind aber eine kleine Schule, deshalb fehlte uns das Geld“, erzählte der Lehrer. Eine neue Turnhalle koste bis zu zwei Millionen Euro, ergänzte Frank Schade.

Die Waldorfschule erhielt 185 000 Euro vom Land, dies sind Fördermittel für Baumaßnahmen an freien Schulen. „Es gibt immer mehr freie Schulen, deshalb werden die Gelder weniger“, erklärte der Geschäftsführer. Da die Sporthalle nicht realisierbar war, einigten man sich auf den Kompromiss und baute einen neuen Sportplatz. Dafür nahm die Schule einen Kredit über 120 000 Euro auf.

Wie wichtig der Platz ist, betont Ewa Neve (61), sie ist Sportlehrerin an der Waldorfschule. „Uns als Lehrer geht natürlich das Herz auf, wenn wir sehen, dass die Kinder nun hier auf dem Gelände Sport machen können“, sagte sie. Die Sporthallen teilt sich die Schule mit benachbarten Schulen, wie beispielsweise der Pestalozzi-Schule. Ewa Neve setzte sich aber dafür ein, auch im großen Konzertsaal der Waldorfschule verschiedene Mannschaftssportarten zu spielen. „Eine eigene Halle bietet natürlich noch mehr Möglichkeiten, aber der Platz ist auch schon großartig“, erzählte sie.

Bei einem Staffellauf konnten sich alle Jahrgänge bereits auf dem neuen Platz austoben. Auch die Eltern sind begeistert. Die Kinder von Sandra Alpen-Fuchs und Nicola Sanftleben gehen in die dritte Klasse. Beide Mütter sind sich einig: „Wir als Eltern freuen uns am meisten über die Begeisterung der Kinder. Jetzt ist es nicht mehr nur ein Bolzplatz, sondern ein Sportplatz.“ Die Eltern hielten auch bei der Organisation zusammen. Manuela und Hagen Maurer übernahmen als Ingenieure die Planung des Sportplatzes. Auf der Eröffnungsfeier versorgten Eltern alle Gäste mit warmen Essen.

Die Schule erhält außerdem neue Umkleidekabinen. Die Eröffnung dieser Räume findet voraussichtlich im Januar statt. Für die Zukunft hat die Schule viele weitere Ideen. So träumen die Lehrer schon seit Langem von einer eigenen Sternwarte.

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erstellt am 11.Okt.2016 | 15:30 Uhr

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