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Holsteinischer Courier

08. Dezember 2016 | 05:11 Uhr

Trakehner Hengstmarkt : Aufgalopp der stolzen Trakehner

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

36 Kör-Kandidaten präsentierten sich am ersten Tag des Hengstmarktes bei der Pflastermusterung in guter Form

Neumünster | Gespannte Erwartung herrschte gestern in den dicht besetzten Besucherreihen zum Auftakt des 54. Trakehner Hengstmarktes in den Holstenhallen. Hier präsentierten sich 36 zugelassene Junghengste erstmals dem rund 1000-köpfigen Publikum bei der sogenannten Pflastermusterung. Dabei wurden die Pferde zunächst auf Asphalt und anschließend noch einmal auf Sand vorgeführt.

Der von der Körkommission ausgewählte Nachwuchs zeigte sich dabei in guter Form. Und bei dem einen oder anderen Hengst war bei seinem ersten Auftritt anerkennendes Raunen im Publikum zu hören. Fleißig wurden Startnummern und Merkmale notiert, und so mancher rechnete sich auch schon seine Chancen für die Auktion am Sonntag aus.

„Alles ist gut gerüstet. Der Wettergott spielt mit. Der Jahrgang der ausgewählten Hengste ist sehr vielversprechend“, erklärte die Pressesprecherin Martina Brüske im Vorfeld zur ersten Aufgabe für die „jungen Wilden“.

Für viele der Pferdezüchter und -liebhaber aus aller Welt ist der Hengstmarkt in Neumünster ein fester Jahrestermin. So auch für Ewald Förster (53) aus Schwanstetten (Bayern), der seit 19 Jahren kommt. „Ich freue mich schon immer Wochen im Voraus auf diese Veranstaltung. Der Besuch ist immer aufregend und etwas besonders“, lobte der aktive Reiter, der (natürlich) einen eigenen Trakehner zu Hause hat.

Neben Gästen aus Deutschland hat der Hengstmarkt immer auch zahlreiche Besucher aus dem Ausland. „In diesem Jahr sind 17 Nationen vertreten, darunter auch Züchter und Händler aus den USA, Kanada, Frankreich und Dänemark. Aber auch Gäste aus Monaco, Russland, Finnland und Liechtenstein sind darunter“, wusste der Berater für Zuchtpferde, Erhard Schulte. „Insgesamt erwarten wir in den kommenden Tagen wieder um die 20 000 Besucher“, so sein Kalkül.

Nach den Interessen der Züchter und Händler befragt, erklärte der Fachmann, der sich seit 30 Jahren mit den Trakehnern beschäftigt: „Wichtig sind den Interessenten die Abstammung sowie das Abschneiden in den Leistungsprüfungen. Gefragt wird jedoch auch häufig nach den charakterlichen Anlagen und dem Verhalten im Stall. Denn niemand will ein verrücktes Pferd in der Box haben.“

Noch bis Sonntagnachmittag bietet der Hengstmarkt seinen Besuchern ein attraktives Programm, zu dessen Höhepunkten traditionell das heutige Freispringen der Hengste gehört.
 

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erstellt am 21.Okt.2016 | 08:30 Uhr

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