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Holsteinischer Courier

06. Dezember 2016 | 15:10 Uhr

Kinobühne : Auf den Spuren des Bruders

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Filmemacherin Maria Hemmleb aus Hamburg forscht ihrem Bruder Lukas hinterher. Er verließ als Teenager die Familie.

Neumünster | Die Kultveranstaltung Kinobühne geht in die nächste Runde: Gezeigt wird am Dienstag, 26. April, jeweils um 17.30 und 20 Uhr der Film „Das verschwundene M“. Der Courier verlost drei mal zwei Karten für die Abendvorstellung.

Der persönlich geprägte Film von Maria Hemmleb über ihren Bruder Lukas ist auch eine Hommage an die universelle Sprache des Theaters. Es geht um Lukas Hemleb – geschrieben mit einem „m“, der mit 14 Jahren sein Elternhaus verlässt und sich allein durchs Leben schlägt. Durch einen Besuch bei seiner Lieblingsschwester Maria in London kommt er mit Straßentheater in Berührung und ist begeistert. Nun kennt er seine Bestimmung: das Theater.

Am Anfang stehen Regieassistenzen bei Peter Stein und Luc Bondy. Eine außergewöhnliche Karriere, bei der nicht nur das zweite „m” aus seinem Namen verschwindet, sondern auch die enge Bindung an seine Schwester. Lukas Hemleb wird ein international gefragter Opern- und Theaterregisseur. Und er ist auch im Norden gefragt: Jüngst inszenierte er die Oper Tosca in Kiel.

Jahre später begleitet Maria Hemmleb ihren Bruder zu Proben unter anderem in Moskau und Taipeh, wo er tief in Sprache und Kultur eintaucht, um direkt mit den Schauspielern zu kommunizieren. Nur Maria gegenüber wirkt er zurückhaltend und lässt Erinnerungen erst nach und nach zu. Dank alter Fotos und Filmaufnahmen gelingt es der Regisseurin zurückzuholen, was die beiden einst verbunden hat. In dem Spannungsfeld zwischen Kindheitserinnerungen und aktuellen Inszenierungen entsteht das Porträt eines außergewöhnlichen Theatermachers, der immer wieder neue kulturelle Horizonte erforscht.

Maria Hemmleb (Jahrgang 1955) lebt in Hamburg, studierte Kunst in London und an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg mit Schwerpunkt Film. Sie ist Mitbegründerin der Produktionsgruppe Thede in Hamburg. Maria Hemmleb erhielt unter anderem 1987 für ihren Film „Maschinensturm“ den Preis der deutschen Filmkritik, drehte Filme für Arte, NDR, WDR und Arte France.

Es gibt noch Karten im Kulturbüro (3 Euro). Die Öffnungszeiten sind Montag und Dienstag von 8.30 bis 13 und von 14 bis 17 Uhr. Und der Courier verlost drei mal zwei Karten für die Abendvorstellung. Es gilt, eine Frage richtig zu beantworten: „In welchem familiären Verhältnis stehen Protagonist und Regisseurin?“ Wer am Montag, 25. April, von 12 bis 13 Uhr eine Mail mit der richtigen Antwort an die Mailadresse redaktion.neumuenster@shz.de schickt, hat Chancen zu gewinnen. Mails, die davor oder danach eintreffen, werden nicht berücksichtigt. Die Gewinner werden benachrichtigt. Daher ist es sinnvoll, auch eine Telefonnummer zu nennen.
 

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erstellt am 24.Apr.2016 | 17:00 Uhr

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