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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 18:32 Uhr

Mehr Sicherheit : Anlaufstelle für Frauen: Ermittlungen wegen eines Übergriffs

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zweimal meldeten sich Hilfesuchende bei den Experten.

Neumünster | Die neue Anlaufstelle für Frauen auf der Holstenköste blieb nicht arbeitslos. Zweimal meldeten sich dort Hilfesuchende.

Liebeskummer trieb eine junge Frau am Freitag in die Einrichtung. Sie hatte ihren Freund im Trubel verloren. Schwerer wiegt der Vorwurf einer Frau in der Nacht zu Sonntag. Um kurz nach Mitternacht meldete sie, in der Straße Am Teich von Ausländern belästigt worden zu sein. „Die Kripo hat die Ermittlungen übernommen. Weitere Fälle sexueller Belästigungen wurden der Polizei nicht angezeigt“, sagte Polizeisprecher Sönke Hinrichs.

Die Frauenberatung war ein Pilotprojekt, das die Stadt gemeinsam mit dem 1. Polizeirevier angestoßen hatte. „Der Hintergrund sind die massenhaften Übergriffe auf Frauen in Köln und Hamburg zu Silvester“, erklärte Yvonne Lüthje, Präventionsbeamtin des 1. Reviers und verantwortlich für die Umsetzung des Projekts. Ein Team aus sechs Spezialisten von Polizei, Berufsfeuerwehr und einem hauptberuflichen Psychiater hatte in dem gelben Container, der geschützt etwas abseits des Rummels auf dem Parkplatz hinter dem Rathaus postiert war, Hilfe angeboten. Die Polizeioberkommissarin Yvonne Lüthje hätte den ermittelnden Teil übernommen und gegebenenfalls eine Strafverfolgung eingeleitet. „So sind wir nah dran und können zeitnah reagieren“, erklärte sie.

Die Polizistin war zivil gekleidet, „um keinen martialischen Eindruck zu erwecken“, wie sie erklärte. Für den seelsorgerischen Bereich waren drei Feuerwehrfrauen aus der Abteilung der PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) sowie Peter Bürger, Psychiater aus Hamburg, zuständig. „In erster Linie ist unser Ziel, bei den Frauen das Sicherheitsgefühl wiederherzustellen“, erklärte der Experte. „Jede Frau muss sich hier geschützt fühlen und gut nach Hause kommen“, sagte er weiter.

Ob es die Beratungsstelle bei der Köste 2017 wieder gibt, hängt von der Entwicklung ab: „Wir werden die Lage beobachten“, sagte Yvonne Lüthje.

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