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Holsteinischer Courier

05. Dezember 2016 | 11:31 Uhr

Unternehmensverband : Angesehene Chefin geht von Bord

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Dr. Martina Tambert-Thomas war 29 Jahre beim Unternehmensverband Mittelholstein tätig – und geht nun in den Ruhestand

Neumünster | Noch knapp zwei Wochen Arbeit liegen vor Dr. Martina Tambert-Thomas. Dann geht die Geschäftsführerin des Unternehmensverbands Mittelholstein (UVM) in Neumünster erstmal in den Urlaub und Ende Oktober mit 63 Jahren vorzeitig in den Ruhestand.

29 Jahre wirkte die Volljuristin mit Doktortitel beim Unternehmensverband. Der hieß bei ihrem Start am 1. November 1987 noch „Unternehmensverband Rendsburg/Neumünster e.V.“ Die Stationen davor waren Wirtschafts- beziehungsweise Anwaltskanzleien in Hamburg und Essen sowie die Rechtsabteilung eines Mineralölkonzerns.

„Der erste Arbeitstag beim Unternehmensverband begann gleich mit einem Betriebsausflug“, erinnert sie sich. „Ich sollte Gerd Kühl ersetzen, der nach Heide gegangen war, dann aber nach einem Dreivierteljahr wiederkam. Ich konnte halbtags bleiben“, sagt Martina Tambert-Thomas. Das war wichtig wegen der Kindererziehung. Und  eine „ziemliche Gurkerei. Arbeit in Neumünster, Wohnung, Tochter, Kita und drei verschiedene Betreuungspersonen in Halstenbek“. 1989 zog Martina Tambert-Thomas nach Tasdorf, wo sie noch heute mit ihrem Mann Rüdiger Thomas wohnt.

Aufgabenschwerpunkt der Juristin beim Unternehmensverband war das Arbeitsrecht. „Erst dachte ich, das wird langweilig. Aber dem ist überhaupt nicht so. Das deckt das ganze Leben ab“, sagt sie.  Neben der rechtlichen  Beratung und Vertretung der Mitgliedsunternehmen  vertritt sie den UVM in verschiedenen Gremien,  Ausschüssen und Kontaktkreisen vom Widerspruchsausschuss der Kranken- und Pflegeversicherung bis hin zum KDA, dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt. Im Dezember 2013 wurde Martina Tambert-Thomas zur Geschäftsführerin des UVM in Neumünster berufen, diesmal wirklich als Nachfolgerin von Gerd Kühl. In der Wirtschaft ist sie eine hoch angesehene und respektierte Frau.

Seit 2014 organisierte sie  den Kommunalpolitischen Bierabend des UVM.  „Die lockeren Feierabendgespräche und die Reisen für die Mitglieder in Neumünster habe ich erfunden“, sagt sie:  „2015 waren wir in Berlin, dieses Jahr in Brüssel. Ich hoffe, dass es 2017 weitergehen kann mit Malmö/Kopenhagen.“

Die Sozialpartnerschaft mit den Gewerkschaften hat sich aus ihrer Sicht und jahrzehntelanger Erfahrung im Großen und Ganzen bewährt. „Wir haben meistens Lösungen  gefunden, mit denen alle Beteiligten leben konnten und können“, sagt Martina Tambert-Thomas. Ihre Nachfolgerin Bianka Lohmann ist schon da und arbeitet sich ein.

Was sind die Pläne für den Ruhestand?  „Reisen mit meinem Mann“, sagt Martina Tambert-Thomas und fügt hinzu: „Die letzten arbeitsreichen Jahre haben zu Hause Bedarf schaffen, mal alles zu sortieren.“ Zeit für Hobbys ist dann auch. „Ich sammle und interessiere mich sehr für den Jugendstil, will wieder anfangen zu kochen und werde ganz viele Theater-Abos haben“, sagt sie. Als Fan hofft sie auf Karten für John Neumeier. Und eine Idee ist, bei Neumünsters Städtepartnerschaft mitzumachen, etwa  bei gegenseitigen Besuchen  von Juristengruppen.

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erstellt am 26.Aug.2016 | 10:30 Uhr

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