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Holsteinischer Courier

09. Dezember 2016 | 01:08 Uhr

Strassenbau : Altonaer Straße: Stadt zieht Sanierung vor

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Bauverwaltung will Förderung vom Land nicht riskieren

Die Altonaer Straße soll in Wittorf entgegen der ursprünglichen Planung der Stadt nun doch noch in diesem Jahr saniert werden. Das bestätigte Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker jetzt gegenüber dem Courier. Im Bauausschuss am Donnerstagabend will Schnittker Vorschläge für die Finanzierung der Baumaßnahmen unterbreiten. Ursprünglich war die Sanierung der Straße zwischen Störbrücke und Ortsausgang erst für die Haushaltsperiode 2017/18 vorgesehen.

Der Grund für die überraschende Umplanung ist offenbar eine Neubewertung der Dringlichkeiten durch das Land. Die Altonaer Straße rutschte dadurch in das Förderprogramm für 2016: Rund 190    000 Euro Fördermittel stellt das Land bereit, wenn der Ausbau noch in diesem Jahr abgeschlossen wird. Dagegen kann eine Förderung für 2017 nicht verbindlich zugesagt werden. Die Stadt geht von Gesamtbaukosten von 440 000 Euro aus.

Ähnliches gilt auch für die Deckenerneuerung auf Süderdorfkamp und Norderdorfkamp in Tungendorf sowie den Tasdorfer Weg zwischen Tungendorf-Dorf und Ortsausgang (Gesamtkosten rund 330  000 Euro). Auch hier muss die Stadt noch in diesem Jahr die Baumaschinen anrücken lassen, um zugesagte Fördergelder über 140 000 Euro nicht durch Zeitverzögerungen zu riskieren.

Zur Deckung der Sanierungskosten in Wittorf und Tungendorf von insgesamt rund 770 000 Euro will die Bauverwaltung die bereits eingestellten Haushaltsmittel für die Fahrbahnsanierungen auf der Kieler Straße (zwischen Stoverweg und Einfelder Schanze), auf der Rendsburger Straße (zwischen Ahornweg und Kreuzung Sauerbruchstraße/Max-Johannsen-Brücke) und auf der Boostedter Straße (von Hartwigswalder Straße bis Stadtgrenze) zurückstellen. Die Kieler Straße soll jetzt gegebenenfalls für den Haushalt 2019/20 neu angemeldet werden. Die Fahrbahnerneuerung auf der Rendsburger Straße würde dann frühestens mit dem Kreuzungsausbau Sauerbruchstraße/Max-Johannsen-Brücke 2018 starten.

Die Sanierung der Altonaer Straße könne ungeachtet der Planungen für den Neubau der Störbrücke angegangen werden, unterstrich Tiefbauchef Ralf-Joseph Schnittker gestern. Die Maßnahmen stünden in keinem zwingenden logistischen Zusammenhang. Das oft vorgetragene Argument, zuerst die Brücke zu bauen und erst dann die Fahrbahnen zu sanieren, um die Straßen zu schonen, ziehe nicht: „Die Straßen müssen das aushalten“, so Schnittker.

Die Altonaer Straße ist die wichtigste Einfallstraße nach Neumünster aus dem Süden. 2017 wird sie darüber hinaus als wichtige Umleitung für den Autobahnausbau benötigt.

Die Fahrbahnsanierung auf der Altonaer Straße ist für die Anlieger beitragspflichtig. Sie sollen 55 Prozent der Kosten tragen. Für die Deckensanierungen am Norderdorfkamp/Süderdorfkamp und Tasdorfer Weg fallen dagegen nach derzeitigem Stand keine Anliegerbeiträge an.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 09:00 Uhr

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