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Holsteinischer Courier

11. Dezember 2016 | 10:57 Uhr

Rendswühren : „Als Futterpflanze ist der Mais kaum zu schlagen“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Ernte ist zu Ende, jetzt werden auf den Feldern Winterweizen und Roggen gesät.

Rendswühren | Der letzte Mais ist gehäckselt. Landwirte und Biogasanlagenbetreiber konnten ein gutes Ernteergebnis verzeichnen. 164 000 Hektar Mais sind in Schleswig-Holstein gehäckselt und in die Futtersilos und Vorratslager der Biogasanlagen gefahren worden. Etwa die Hälfte des angebauten Maises geht heute in die Energiegewinnung.

„Im Anbauraum um Neumünster liegt das Verhältnis eher bei 60 Prozent Energie- und 40 Prozent Futtermais“, sagt der Kreisvorsitzende aus dem Bauernverband Plön, Heiner Staggen. Auf dem Milchviehbetrieb spielt der Mais als wertvolle Futtergrundlage immer noch eine wichtige Rolle. „Als Futterpflanze ist der Mais kaum zu schlagen“, meint Staggen. „Eine gute Maissilage verbreitet einen angenehm säuerlichen Geruch“, sagt er.

Auch das Ernteergebnis konnte sich sehen lassen. Die Witterung hat den Maisanbauern ein gutes Jahr mit etwa 20 Prozent höheren Erträgen gegenüber 2015 beschert. Allerdings reicht es beim Mais nur für den zweiten Platz. Hauptfrucht bleibt mit 196 000 Hektar der Weizen. Platz drei belegt Raps mit 110 000 Hektar Anbaufläche. Insgesamt werden in Schleswig-Holstein rund 700 000 Hektar Ackerfläche bewirtschaftet.

Aktuell verwandeln viele sogenannte Zwischenfrüchte wie die blau blühende Phacelia, weiß und gelb bis rosafarben blühende Ölrettiche oder weißer Buchweizen und leuchtend gelb blühender Senf die Landschaft in bunte Farben. Der Anbau dient der Bodenverbesserung. Der Nebeneffekt einer bunten und belebten Landschaft ist eine willkommene Zugabe. Noch werden Winterweizen und Roggen gedrillt, sprich gesät. Bis auf wenige Restflächen ist allerdings der Ernteverkehr vorbei. „Die Herbstbestellung ist mit keiner besonderen Belastung für den Verkehr verbunden, und auf den Feldern, Wiesen und kleinen Gemeindestraßen kehrt herbstliche Ruhe ein“, sagt Staggen.  


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