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Holsteinischer Courier

10. Dezember 2016 | 12:01 Uhr

Wilhelm-Tanck-Schule : Abschied mit Musik und Tränen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mit einer Hitparade verabschiedeten Schüler, Lehrer und ehemalige Weggefährten Wolfgang Koperski in den Ruhestand.

Neumünster | Als Wolfgang Koperski gestern Morgen aufwachte, war ihm bereits bewusst, dass der Tag für ihn schwierig werden würde. „Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht, was passieren wird und ob ich das durchhalte“, sagte der scheidende Schulleiter der Wilhelm-Tanck-Schule (WTS) bei seiner Verabschiedung.

Er sollte Recht behalten. Das Programm, das Lehrer, Schüler und ehemalige Weggefährten für ihn auf die Beine gestellt hatten, rührte den 65-Jährigen immer wieder zu Tränen. Unter dem Titel „WTS-Hitparade“ wurden Lieder gesungen und gespielt, die Koperski oft wie auf den Leib geschneidert waren. So sangen beispielsweise „Pohley and friends“ in ihrem Stück „Du machst dein Ding, egal, was die anderen sagen“. In einem Lied von Christina und Judith Patten, beide ehemalige WTS-Schülerinnen, hieß es „Weil wir uns kannten, bin ich heute wie ich bin.“

Wolfgang Koperski sprang immer wieder begeistert vom Stuhl, jubelte, klatschte und umarmte jeden, der die Bühne verließ. Auch Julia Wagner (28) war in die voll besetzte Aula der WTS gekommen, um ihren ehemaligen Schulleiter zu verabschieden. „Ich war bis 2006 an der Schule und wollte unbedingt dabei sein. Herr Koperski ist ein so liebenswerter Mensch, der immer lustig und fröhlich war“, sagte sie.

Als mit „My way“ von Frank Sinatra das letzte Stück erklang, hielt es Wolfang Koperski nicht mehr auf seinem Stuhl. Er ging auf die Bühne, schnappte sich das Mikro und sang das Stück gemeinsam mit seinen Kollegen Frauke Diedrichsen, Manuel Rothe und Sören Viohl. Seine folgenden Worte waren im lauten Applaus kaum noch zu verstehen: „Ich danke Euch allen von Herzen. Das war mein allerschönster Schultag.“

In einem offiziellen Teil im Anschluss würdigte auch Schulrat Jan Stargardt den 65-Jährigen: „Wolfgang Koperski hat sein Amt in herausragender Weise immer mit sehr viel Menschlichkeit verbunden. Er war schon zu Dienstzeiten eine echte Schulleiter-Legende.“

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erstellt am 21.Jul.2016 | 09:00 Uhr

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