zur Navigation springen

Holsteinischer Courier

07. Dezember 2016 | 09:44 Uhr

Wasbek : 83 Feuerwehrleute waren im Wasbeker Gewerbegebiet im Einsatz

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

82 Feuerwehrkräfte übten den Ernstfall am Lidl-Zentrallager.

Wasbek | Hochgiftiger Ammoniakdampf trat aus der Zwischendecke des Kühllagers aus. Zwei Menschen wurden vermisst. Das war das Szenario, das die Freiwilligen Feuerwehren aus Wasbek, Ehndorf, Arpsdorf, Padenstedt, Aukrug-Innien und Hohenwestedt am Montagabend bei einer groß angelegten Übung auf dem Gelände des Lidl-Zentrallagers in Wasbek vorfanden. 82 Feuerwehrleute stellten sich der Aufgabe. Geleitet wurde der Einsatz vom Wasbeker Wehrführer Heinrich Kühl.

Bereits wenige Minuten nach der Sirenenalarmierung um 18.08 Uhr rückten die ersten Einsatzkräfte aus Wasbek und den umliegenden Gemeinden an. Und auch die Hohenwestedter Wehr stand mit ihrer Drehleiter sowie der Gefahrguterkundungseinheit (GEE) bereits nach 13 Minuten bereit. Zügig wurden unter anderem die Rettungsabschnitte Wasserversorgung, vorsorgliche Brandbekämpfung sowie die Personenrettung vom Einsatzleiter Heinrich Kühl eingeteilt. Ohne Verzögerung arbeiteten die Wehren anschließend Hand in Hand an den ihnen zugeteilten Aufgaben.

Nach einer ersten Begutachtung durch Atemschutzträger, die sich mit großer Umsicht anhand von Rettungsplänen im Gebäude orientierten, wurde schließlich die GEE auf den Plan gerufen.

Die Kameraden in den schweren, grünen Schutzanzügen, unter denen sie zudem auch noch eine Atemschutzmaske tragen, bewegten sich in dem weitläufigen Raum vorsichtig auf die Gefahrenstelle zu, um schließlich einen Verletzten mittels einer Rettungstrage zu bergen.

Währenddessen wurde das Dach unter dem Einsatz der Drehleiter mit Wasser gesichert. Zudem baute eine weitere Gruppe ein Wasserbecken auf, das der GEE-Einheit als provisorische Dusche diente. „Das ist Vorschrift. Die Leute der GEE müssen sich sofort nach dem Einsatz ausziehen und duschen. Denn wenn, wie in diesem Fall, Ammoniak mit der Haut in Berührung kommt, entstehen sofort gefährliche Verätzungen“, erklärte Heinrich Kühl, der den aufwändigen Einsatz auch geplant hatte.

Um 20.05 Uhr endete die Übung, die Heinrich Kühl als Erfolg wertete. „Das war schon ein richtig großes Ding. Und natürlich gibt es immer etwas zu verbessern. Aber alles in allem ist es sehr gut gelaufen“, sagte er.

Diesem Urteil schloss sich bei der Nachbesprechung im Gerätehaus der Wasbeker Wehr auch der Chef der Neumünsteraner Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke, an. Er hatte die Übung als Beobachter begleitet.  



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen