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Holsteinischer Courier

24. April 2017 | 21:01 Uhr

GS Brachenfeld : 60 Prozent für die Grünen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Podiumsdiskussion mit sechs Landtags-Kandidaten vor den wahlberechtigten Schülern, dann Probeabstimmung

Neumünster | Ändert sich die politische Gesinnung bis zur Landtagswahl nicht, wählen die Schüler der Gemeinschaftsschule Brachenfeld am 7. Mai mehrheitlich grün. Das ist das Ergebnis einer Testwahl, die über 200 wahlberechtigte Schüler gestern auf einer politischen Podiumsdiskussion machten. Wählen dürfen erstmals bereits 16-Jährige.

„Die Grünen-Politikerin Aminata Touré war so überzeugend, weil sie genau wusste, was uns betrifft. Wir brauchen Schulfrieden und keine neuen Strukturreformen“, brachte es Janko Knabe (19) aus dem 11. Jahrgang auf den Punkt. Die Grünen bekamen mehr als 60 Prozent der Stimmen. Außerdem: SPD 11 Prozent, FDP 9, CDU 8, Piraten 6,5, Linke 5,5.

Die Schule hatte Schüler und die Landtagskandidaten zu einer Podiumsdiskussion zusammengebracht, um die Erstwähler auf die Wahl zum Landtag vorzubereiten. „Wir möchten den Schülern ihr Wahlrecht bewusst machen“, sagte Schulleiterin Silke Rohwer. Die Veranstaltung wurde vom Profil Wirtschaft-Politik in Kooperation mit der Schülervertretung (SV) und dem Projekt „Schule gegen Rassismus, Schule für Courage“ organisiert.

Gut 300 Schüler des 11., 12. und einige des 13. Jahrgangs fanden sich im Theatersaal ein und hörten aufmerksam zu, was die Kandidaten Kirsten Eickhoff-Weber (SPD), Wolf Rüdiger Fehrs (CDU), Aminata Touré (Grüne/B90), Peter Janetzky (FDP) und Dr. Heinrich Wadle (Die Linke) zu sagen hatten. In letzter Minute kam noch Cord Böge von den Piraten hinzu. Nicht dabei waren AFD und SSW. „Eingeladen waren sie. Von der AFD habe ich nur die Lesebestätigung der E-Mail-Einladung erhalten“, sagte Wipo-Lehrer Niko Klotzbücher. „Wir haben lange diskutiert, ob wir die AfD einladen, aber sie ist eine wählbare Partei“, so Lehrerin Maike Vos.

Unter der Moderation der SV-ler Julia Stelling und Mats Blunck stellten sich die Politiker in der knapp dreistündigen Gesprächsrunde Fragen zur Bildung, Wirtschaft, Sicherheit, Flüchtlingspolitik und der Europäischen Union. Besonders viel Zeit wurde dem Thema Bildung eingeräumt.

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erstellt am 21.Mär.2017 | 11:00 Uhr

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