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Holsteinischer Courier

19. Januar 2017 | 01:16 Uhr

Polizeibericht : 20-jähriger Autofahrer flüchtet nach Unfall

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Polizei suchte sogar mit einer Rettungshundestaffel nach dem Mann, der sich später auf der Wache in Nortorf meldete.

Neumünster | Bei einem schweren Verkehrsunfall im Bereich des Tierparks an der Geerdtsstraße hat sich ein 20-jähriger Autofahrer am frühen Sonnabendmorgen leichte Verletzungen zugezogen. Er musste ambulant im Friedrich-Ebert-Krankenhaus behandelt werden. Die Rettungskräfte standen zunächst jedoch vor einem Rätsel, weil der junge Mann an der Unfallstelle nicht angetroffen werden konnte. Die Beamten suchten mit einer Rettungshundestaffel nach dem Mann, der sich später in Nortorf auf der Wache meldete.

Der Autofahrer war mit seinem Pkw stadtauswärts auf der Geeerdtsstraße unterwegs, als er gegen 5 Uhr vermutlich durch überhöhte Geschwindigkeit in einer Kurve die Gewalt über sein Fahrzeug verlor. Der Wagen stieß gegen einen Baum und kam anschließend auf dem Dach liegend zum Stehen. Da die Geerdtsstraße zu dieser Zeit eher schwach befahren ist, wurde die Polizei erst gegen 5.56 Uhr über den Unfall informiert. Zeugen hatten das verunglückte Fahrzeug entdeckt. Der Pkw lag mitten auf der Straße auf dem Dach und war erheblich beschädigt. Von dem Fahrer des Wagens fehlte jedoch jede Spur.

Da die eingesetzten Beamten vor Ort von schweren Verletzungen des Fahrers ausgehen mussten, wurde diverse Rettungsmaßnahmen in die Wege geleitet. Neben der Feuerwehr Neumünster, die die Unfallstelle ausleuchtete und mit einer Wärmebildkamera den angrenzenden Wald nach dem Verunglückten absuchte, kam gegen 9.30 Uhr auch noch eine ehrenamtliche Rettungshundestaffel aus dem Bereich Schleswig / Eckernförde dazu, um mit Hunden nach dem Fahrer zu suchen.

Gegen 10.30 Uhr konnte die Suche dann abgebrochen werden. Der 20-Jährige hatte sich zusammen mit einer Angehörigen bei der Polizeizentralstation in Nortorf gemeldet. Ein Atemalkoholtest bei dem jungen Mann verlief positiv. Da der Unfallfahrer gegenüber den Beamten über Schmerzen am Kopf und im Brustbereich klagte, wurde er mit einem Krankenwagen ins Friedrich-Ebert-Krankenhaus gebracht. Dort wurde er ambulant behandelt. Weiterhin wurde ihm vor Ort eine Blutprobe entnommen. Sein Führerschein wurde sichergestellt.

Der Autofahrer hatte offensichtlich einen Schutzengel, denn er kam bei dem schweren Unfall mit kleineren Verletzungen davon. Sein Wagen wies allerdings einen Totalschaden auf. Den jungen Mann erwartet jetzt eine Strafanzeige wegen Fahrerflucht und Fahrens unter Alkoholeinfluss.

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erstellt am 24.Okt.2016 | 09:00 Uhr

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