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1193 Euro gehen aus Aukrug an die Schule von Sien

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AUKRUG | Insgesamt 1193 Euro für die erweiterte und vor einem Vierteljahr neu eröffnete Schule von Sien kann Aukrugs Ex-Bürgermeister Reimer Reimers nach Burkina Faso überweisen. 250 Euro steuerten die Kinder und Eltern der Aukrugschule zu dieser Spendensumme bei. Das Geld sei beim Adventsnachmittag seiner Schule zusammengekommen, berichtet Rektor Helmut Simon: 250 Euro von den Schüleraktivitäten beim Aktionstag und 200 Euro vom Verkauf am "Aukrug-Sien"-Stand ergeben 450 Euro. Insgesamt kann Reimers aber nun sogar fast 1200 Euro an den Verein zur Entwicklung des Dorfes Sien überweisen: 332 Euro vom Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf, 241 Euro von einer Aukruger Hochzeitsgesellschaft und 170 Euro als Erlös eines Klassenprojekts einer Schülerin aus Moordiek.

Die Schulleitung von Sien hat auch bereits ganz genaue Vorstellungen, was man am besten mit der Finanzspritze aus Schleswig-Holstein anfangen könnte. "Ein spezieller Wunsch des Schulleiters ist das Anbringen von Wasserbehältern in allen Klassenräumen", erklärt Reimers, "es ist eine gute Sache, wenn die Kinder so Gelegenheit erhalten, sich was zu trinken zu holen." Die Schule benötigt auch noch ein paar Regale und Aktenschränke, in den neuen Schultoiletten werden zusätzliche Wasserbehälter zum Händewaschen gebraucht, eine defekte Pumpe auf dem Schulhof müsste repariert werden, und die Lehrer hätten gern zur Fortbildung aktuelle pädagogische und didaktische Literatur. Diese Wunschliste könne man mit der zur Verfügung stehenden Spendensumme locker abarbeiten, meint Reimers und weist auf den besonderen Verwendungszweck der 332 Euro vom Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf hin: "Dieses Geld soll für die Schulspeisung in Sien eingesetzt werden." Der Entwicklungsverein des afrikanischen Dorfes kauft Hirse, Mais und Reis für das Essen, das engagierte Eltern mittags für bedürftige Kinder kochen. "Das ist ein Angebot, das die Attraktivität der Schule fördert", erklärt Reimers und berichtet von den aktuellen Plänen des Partnerschaftsvereins: "Als nächstes wollen wir die Renovierung der drei alten Lehrerwohnungen und der drei alten Klassenräume anpacken." Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte von Sien seien eine ebenso wichtige wie lohnenswerte Investition, merkt Simon an: "Die Sanierung der Wohnungen ist notwendig, damit die Lehrer nicht auf die Idee kommen, in andere Gemeinden abzuwandern."

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erstellt am 24.Jan.2011 | 05:30 Uhr

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