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Glückstädter Fortuna

07. Dezember 2016 | 15:40 Uhr

Glueckstadt : Hafenbilder in Echtzeit

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Karl-Heinz Jacobs und Torsten Fischer kümmern sich jetzt gemeinsam um die Belange des Hafens. Zukünftig soll eine Webcam von dort per Livestream übertragen.

Sie sind ein starkes Team, wenn es um den Binnenhafen geht: Stadtwerkeleiter Karl-Heinz Jacobs und sein Nachfolger Torsten Fischer. Ein wichtiges Thema für beide ist der Binnenhafen, der seit viereinhalb Jahren von den Stadtwerken betrieben wird. Er soll noch attraktiver, die hohe Kosten verhindern dies. Doch es wird künftig eine Webcam aus dem Hefen geben.

Auf eines legt Karl-Heinz Jacobs großen Wert: „Der Binnenhafen ist kein reiner Sporthafen.“ Es gebe dort auch Firmen, die ihn nutzen. So die Yachtwerft, die dort Schiffe liegen hat, und auch die Papierfabrik Steinbeis. Diese hat zum einen ein Stück der Wasserfläche gepachtet und entnimmt zudem Elbewasser aus dem Hafen für die Produktion. Auf der anderen Seite ist der Hafen mit seiner historischen Häuserzeile und den vielen Booten auf dem Wasser ein großer Anziehungspunkt für Besucher. Das war der Grund, weshalb die Stadtwerke ein Gutachten an der Fachhochschule Westküste in Auftrag geben hatten. Die Glückstädter wollten erfahren, in welcher Form der Hafen noch attraktiver gestaltet werden kann – auch für Segler. Doch das Ergebnis der Studie war ernüchternd. „Es kostet viel, bringt aber kein Geld“, sagt Jacobs. Eine Frage war, ob mehr Schlengel – schwimmende Stege zum Anlegen – für Schiffe auf das Wasser gelegt werden sollten. Fachleute rechnen hier mit Kosten von 1000 Euro pro Meter Schlengel. „Wir würden das Geld durch die Liegegebühren nicht reinbekommen“, sagt Jacobs zu den mehreren hunderttausend Euro, die ausgegeben werden müssten. Die Kosten würden nicht wieder hereinkommen, weil durch die tidenabhänigen Zeiten der Elbe nicht ausreichend Schiffe durch das Sperrwerk fahren, so Torsten Fischer. „Die Schlengelanlage würde über den Bedarf hinausgehen.“ Da die Stadtwerke wirtschaftlich arbeiten müssten, sei dieser Vorschlag ad acta gelegt worden. Das Gutachten wurde indes an die Stadt Glückstadt weitergereicht, weil sie sich als Eigentümer mit den Landflächen am Hafen beschäftigen will.

Immerhin eine Idee wollen Jacobs und Fischer umsetzen: Es soll eine ständig laufende Kamera – eine Webcam – installiert werden. Es fehlt nur noch eine Genehmigung der Jugendherberge, dort soll die Kamera aufgestellt werden soll. Liegt diese vor, kann es nächste Woche losgehen. „Die Bilder werden im Internet so zu sehen sein, dass Menschen nicht erkennbar sind“, erklärt Fischer zu möglichen Datenschutzproblemen. Technisch sei dies machbar. Die Bilder können außerdem auch nicht heruntergeladen werden. Als Anbieter stellen sich die Beiden Firmen vor, die Wetterprognosen erstellen. Der Vorteil: Besucher können so erkennen, wie das Wetter in Glückstadt ist. Segler sehen dann in Echtzeit, ob noch Liegeplätze frei sind und können auf der Anzeigetafel des Sperrwerkes die Öffnungszeiten der Schleuse ablesen. Die Webcam war eine Anregung des Jugendherbergsleiters. Und noch etwas ist neu: Die Jugendherberge bekommt in diesen Tagen einen Hot-Spot. Damit steht dort kostenfreies W-Lan zur Verfügung. Wie es mit dem Hafen weitergeht, darum kümmert sich Jacobs noch bis November. Dann geht er in den Ruhestand und übergibt an Torsten Fischer. Der Glückstädter ist seit Jahren im Vorstand der Seglervereinigung und kennt von daher viele Belange, die mit dem Hafen zu tun haben.

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