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Neues Wappen für Glückstadt : Eine Stadt im Glanze der Fortuna

vom
Aus der Redaktion der Norddeutschen Rundschau

Glückstadt setzt auf Corporate Design. Die Stadtpatronin ziert das neue Wappen, das die Elbestadt in „moderne Zeiten“ führen soll.

Der Begriff Corporate Design bezeichnet das einheitliche Erscheinungsbild eines Unternehmens oder einer Stadt. Auch Glückstadt will zukünftig mit einem standardisierten Logo auftreten. Jüngst stellten Bürgermeisterin Manja Biel und Stadtmanager Jingkai Shi das neue Wappen vor. Motivtechnisch konnte es nur eine Wahl geben: die Glückstädter Fortuna soll ab sofort für die Elbestadt werben. Mit blonden wehenden Haaren und Band schwingend thront sie auf einer goldenen Kugel, die wiederum auf den neuen Glückstädter Slogan „Glück erleben“ verweist.

Das bisherige Logo der Stadt sei etwa 15 Jahre alt „und alles andere als heiß geliebt“, sagte Biel anlässlich der Fortuna-Präsentation. Genau jene Fortune stehe in der Stadt „über allem“, und so sei die Motivwahl quasi ein Selbstgänger gewesen. „Wir mussten das Corporate Design angehen, weil es bei uns bisher ein einziges Mischmasch gab“, erklärte die Bürgermeisterin. Eine Kieler Agentur entwarf das neue Logo, das den weißen Körper der Fortuna vor blauem Grund zeigt.

Das neue Motiv ist inzwischen von den entscheiden Stellen amtlich abgesegnet worden. Das Landesarchiv habe sein Okay gegeben, und in der Hauptsatzung der Stadt sei es verankert worden. „Auch von Seiten der Politik kommt breite Zustimmung“, betont Biel. Genutzt werden soll das neue Logo unter anderem für Visitenkarten, Briefpapier, Stellenanzeigen und die Internetpräsentation der Stadt. Auch eine neue Flagge gibt es bereits. „Die ersten Rückmeldungen waren durchweg positiv“, sagt Biel. Ganz nach dem Motto: „Schön, dass wir unsere Fortuna wieder haben.“

Erstmals zum Einsatz kam das neue Design bei der Bürgerbroschüre, die gerade an alle Haushalte verteilt worden ist. Die besticht nicht nur mit der Fortuna auf der Titelseite, sondern auch mit ihrem prägnanten Gelbton. Der ist kein Zufall, denn zukünftig soll auch die Farbgebung vereinheitlicht werden. Weinrot ist für Kultur und Bildung reserviert, Dunkelblau soll dem Tourismus vorbehalten bleiben, und Gelb steht für alles, was an die Bürger rausgeht.

Angeschoben wurde das Corporate-Design-Projekt von Biel, gleich nachdem sie ihr Bürgermeisteramt angetreten hatte. Geht es nach ihr, sollen auch alle Glückstädter Vereine und Verbände das neue Logo übernehmen. „Das Fortuna-Motiv darf ohne Zustimmung der Stadt verwendet werden“, sagt sie. Allerdings müssten sich Nutzer zuvor bei der Stadt melden, um anzuzeigen, wofür sie das Logo benötigen. Das macht ohnehin Sinn, denn die Stadt stellt auf diesem Weg auch die Bilddatei zur Verfügung.

Verändert werden darf die Fortuna nicht. Auch die Farbgebung ist vorgegeben. In der gerade erschienenen Bürgerbroschüre taucht das Motiv gleich mehrfach in den verschiedensten Größen als Blickfänger auf. Genau wie der Slogan „Glück erleben“, der ebenfalls von der Kieler Agentur stammt. 10  000 Euro stehen für das einheitliche Erscheinungsbild der Stadt im Haushalt bereit. „Doch die Summe haben wir noch nicht ausgeschöpft“, versichert Biel. Bleibt noch zu klären, was mit all jenen Unterlagen passiert, auf denen noch das alte Logo prangt. „Das wird natürlich nicht einfach eingestampft“, sagt die Bürgermeisterin. Der Übergang solle fließend geschehen. Das neue Design sei als Ausdruck „moderner Zeiten“ zu verstehen. Sie selbst komme aus dem Marketingbereich, und „wenn wir die Stadt voranbringen wollen, gehört das einfach dazu.“

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