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Flensburger Tageblatt

30. August 2016 | 03:17 Uhr

Klimaschutzkonzept : Zwei Politiker verbürgen sich für die Kosten

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Glücksburg | Das Thema liegt einigen von Glücksburgs Kommunalpolitikern derart am Herzen, dass sie für die Begleichung der Kosten bürgen. Gemeint ist das wissenschaftlich begleitete "Integrierte Klimaschutzkonzept für die Gemeinden der Region Flensburg". Das Thema war in der Stadtvertretung von der Tagesordnung genommen worden. Daraufhin beschäftigte sich der Ausschuss für Tourismus, Bauwesen und Umwelt erneut damit und ließ sich von Julia Schirrmacher, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Flensburg, informieren.

Den Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen und der Liberalen Wählerliste (LWL) liegt das Projekt so sehr am Herzen, dass Burkhard Repenning (LWL) und Werner Kiwitt (Grüne) sich bereit erklärten, für den Betrag in Höhe von 4000 Euro zu bürgen. Repenning ist sich sicher, "dass der Betrag durch Dritte in Form von Spenden geleistet wird". Im defizitären Haushalt der Stadt sind die Ausgaben nicht vorgesehen. Am Ende stimmte die Mehrheit für die Teilnahme am Projekt, und da die Zeit drängte, oblag es Bürgermeisterin Dagmar Jonas, die Teilnahme schnell und verbindlich zu erklären.

Für das gemeindeübergreifende Klimaschutzkonzept wird eine Energie- und CO2-Bilanz für die beteiligten Gemeinden und die Region entstehen. Auch gehört die Entwicklung einer Reihe von aufeinander abgestimmten Maßnahmen für Verbrauchs- und Emissionseinsparungen mit dem Ziel der CO2-Neutralität bis 2050 dazu.

Mit dem gemeinsamen Vorhaben werden gegenläufige Aktionen einzelner Gemeinden vermieden, kehrt Schirrmacher einen Vorzug des Gemeinschaftsprojekts heraus. Bisher nicht genutzte Einsparmöglichkeiten im energetischen Bereich trügen zur Kostensenkung in den Kommunen bei. Zudem sei ein integriertes Klimaschutzkonzept Voraussetzung, um einzelne Investitionsmaßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept fördern zu lassen. Beispielhaft führt Schirrmacher die nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums an, die Vorhaben mit maximal 50 Prozent und einer Obergrenze von 250 000 Euro fördert. Mit einem solchen Konzept als Grundlage könnten Mittel für einen Klimaschutzmanager oder auch fachliche Unterstützung und Vernetzungsaktivitäten beantragt werden. Förderfähig sind bis zu 65 Prozent der Kosten über einen Zeitraum von bis zu drei Jahren.

Schirrmacher sieht eine steigende Attraktivität der Orte für Bewohner, Unternehmen und Touristen. Der Klimapakt könne Vorbildcharakter im Land haben. Denn bestehende Klimaschutzkonzepte gingen meist von der Kreisverwaltung aus. Dabei bestehe das Problem, dass die Gemeinden nicht immer mitgenommen würden, was die spätere Umsetzung erschwere.

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erstellt am 30.Mär.2013 | 07:46 Uhr

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