zur Navigation springen

Musik und Nachwuchs in Flensburg : Zwei Flensburger im Talented-Finale

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Benjamin Isler und Lia Dunn starten morgen Nachmittag beim Hamburger Talented-Wettbewerb.

Für das Finale des Nachwuchsmusikwettbewerbs „Talented“ morgen ab 16 Uhr in Hamburg haben sich zwei Flensburger Schüler qualifiziert – Benjamin Isler (16) und Lia Dunn (18).

Gitarrist Benjamin, zur Hälfte Schweizer, zur Hälfte Däne, macht seit vier Jahren Musik und schreibt eigene Lieder. Bei seinen Auftritten vertraut er auf seine Gitarre und seinen Gesang. Inspiriert wurde der Flensburger, der die Wirtschaftsschule HLA besucht, von Künstlern wie Ben Howard und Ed Sheeran. Benjamin Isler will sein selbstgeschriebenes Lied „Vertigo“ (Schwindel) beim Finale spielen. Ob er nervös ist? „Am Anfang ist man natürlich sehr aufgeregt, doch sobald man dann auf der Bühne steht, vergisst man das Herzklopfen.“

Erfahrung hat er schon: Bereits mit 13 Jahren bewarb sich der Gitarrist bei der Musik-Castingshow „The Voice Kids“, bei der er es bis vor die Fernseh-Jury schaffte. Zwar konnte er diese damals nicht von sich überzeugen, doch die Tatsache, dass er es bis dorthin schaffte, gab Benjamin die nötige Motivation. Als Kind aus einer Musiker-Familie sammelte er bereits erste Erfahrungen mit Straßenmusik und hat es nun prompt durch alle Vorrunden ins Finale in der Hamburger Markthalle geschafft.

Dass er am Donnerstag unter dem Künstlernamen „Atom“ auftreten wird, hat einen persönlichen Grund. Als kleinstes Kind bei der Geburt einigten sich Benjamins Eltern auf den Vornamen „Atomus“, was so viel bedeutet wie „winzig“. Zwar nennt der 16-Jährige sich mittlerweile Benjamin, doch durch sein Alias bleibt er seinem Geburtsnamen treu.

Unterstützt von mehreren Freunden gibt sich Benjamin optimistisch. „Von dem Preisgeld möchte ich mir am liebsten Zubehör kaufen, mit dem ich meine Musik selber aufnehmen und produzieren kann.“ Sollte es nicht klappen, wird der junge Musiker sich auf die Schule und das Studium konzentrieren.

Etwas aufgeregter als Benjamin ist Lia Dunn: „Aber das bin ich eigentlich immer, und ich finde, das gehört auch dazu“, sagt die 18-jährige Waldorfschülerin. Doch die Vorfreude überwiegt: „Ich finde, es ist eine wundervolle Art, sich ohne Worte auszudrücken und seinen Emotionen einen Klang zu geben.“

Mit Musik hat Lia früh angefangen. Mit fünf Jahren hatte sie ihre erste Klavierstunde, später brachte sie sich das Klarinettespielen selber bei. Lia spielt am liebsten klassische Musik, obwohl sie auch andere Genres ausprobiert. Als inspirierend nennt sie Künstler wie Rachmaninoff oder Beethoven. Gewinnen steht für die Flensburgerin nicht im Vordergrund. „Dabei sein ist alles“, findet sie und freut sich auch auf die Beiträge der Konkurrenz. Ihre Zukunft sieht Lia nicht unbedingt auf der großen Bühne. Doch ist sie sicher: Musik wird sie ihr ganzes Leben begleiten.


zur Startseite

von
erstellt am 12.Apr.2017 | 09:08 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen