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Flensburger Tageblatt

27. Mai 2016 | 16:09 Uhr

Bauen in Flensburg : Wohnen mit Blick auf die Bergmühle

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bordesholmer Unternehmen möchte am Drosselweg Mehrfamilienhäuser mit rund 40 Wohnungen bauen / Ausschuss stimmt im Grundsatz zu

Das Bauen geht weiter. 40 Wohnungen könnten in der Nordstadt am Drosselweg entstehen, ein Investor steht bereit, der Umwelt- und Planungsausschuss hat beschlossen, den entsprechenden Bebauungsplan an die neuen Ideen und Bedürfnisse anzupassen. In dieser Woche muss noch die Ratsversammlung zustimmen.

Es geht um eine etwa ein Hektar große Fläche, die heute unbebaut ist; sie wird derzeit von einigen wenigen Kleingärtnern genutzt. Die Fläche liegt auf der linken Seite des Drosselwegs, wenn man diesen von der Bauer Landstraße in Richtung Comenius-Schule befährt. Schon 2011 hatte die Ratsversammlung beschlossen, für dieses Areal einen Bebauungsplan aufzustellen, doch in Ermangelung eines Bauwilligen dieses Vorhaben nicht umgesetzt.

Jetzt ist der Bordesholmer Unternehmer Joachim Schultze drauf und dran, erstmals in Flensburg aktiv zu werden. Mit seiner Architektur & Projektentwicklung GmbH hat er in der jüngeren Vergangenheit unter anderem in Preetz ein Bauprojekt umgesetzt, das in etwa die Größenordnung des Drosselwegs hat. Etwas Ähnliches könne er sich auch in Flensburg vorstellen, sagte Schultze gegenüber dem Tageblatt.

Ihm schwebe ein städtebaulicher Übergang vor von der Zeilenbebauung an der Bauer Landstraße zum nicht bebauten Bereich, der sich an das Areal anschließt. Denkbar seien zwei Gebäudetypen: einen mit Erdgeschoss und Dachgeschoss bei einer Dachneigung von etwa 50 Grad, einen weiteren Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss. Der zweite Typ würde mit Aufzug ausgestattet. Die Häuser sollen barrierefrei gebaut werden.

Alle Wohnungen seines Projekts „Am Rosengarten“ in Preetz seien verkauft. Wie dort würde er auch am Drosselweg gern eine Tiefgarage bauen, um die Freiflächen nicht mit Parkplätzen zuzubauen.

In der Diskussion im Planungsausschuss wurde erneut der Ruf nach Sozialwohnungen laut. Sowohl Frank Hamann (Die Linke) als auch Stefan Thomsen beharrten auf verstärkte Bemühungen beim sozialen Wohnungsbau, letzterer sogar mit einer Quote von 30 Prozent wie in Hamburg. „Das wollen wir doch längst“, widersprach Planungschef Peter Schroeders, „das haben wir eingeatmet“.

Schultze erinnerte daran, dass angesichts historisch niedriger Zinsen die Förderung im sozialen Wohnungsbau nach wie vor nicht attraktiv für Investoren sei. Dennoch werde er versuchen, einen Teil der Wohnungen für sehr günstige Mieten anzubieten. Das habe er in Preetz durch einen Mix an Wohnungstypen erreicht. „Einige Wohnungen sind allererste Sahne von der Lage und der Ausstattung, andere eher nicht.“ Durch die Preisgestaltung könne er in letzteren geringe Mieten realisieren.

Es gebe im Areal noch 13 oder 14 Kleingärten, von denen wohl nur noch drei in Betrieb seien, sagte Schultze im Ausschuss. Alle anderen seien dem Verfall preisgegeben. Die noch aktiven könne man problemlos verlagern.

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erstellt am 16.Feb.2016 | 12:38 Uhr

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