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Flensburger Tageblatt

18. April 2014 | 12:56 Uhr

- Windgas - Chance für Flensburg

vom

Energie-Diskussionsabend bei den Stadtwerken mit neuen Erkenntnissen

Flensburg | Können die Stadt Flensburg, ihre Bürger und die Stadtwerke aus dem überschüssigen Windstrom von der Westküste profitieren, der zu Teilen gar nicht in die überlasteten Netze eingespeist werden kann? Das war Thema eines Fachgesprächs, zu dem die Landtagsabgeordnete Simone Lange (SPD) in den Erweiterungsbau der Stadtwerke an der Batteriestraße geladen hatte.

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Im Zentrum der Überlegungen stand dabei ein Vorschlag von Ulrich Jochimsen, Vorstand des Netzwerks Dezentrale Energieversorgung und Vordenker der neuen Flensburger Energiegenossenschaft: Nicht eingespeisten Windstrom von der Nordsee könne man mit der sogenannten Power-to-gas-Technologie (Elektrolyse) zu Windgas machen und ins Flensburger Netz einspeisen. "Für das strukturgeschwächte Flensburg ist Power to Gas die große Chance", zeigte sich Jochimsen vor rund 60 Zuhörern überzeugt: "Das Gasnetz mit seinen immensen Kapazitäten dient als Langzeitspeicher für erneuerbare Energien. Flensburg habe dabei eine besondere Aufgabe in der Energiepolitik zu erfüllen, ist Jochimsen überzeugt: "Denn bei uns kann die dezentrale Onshore-Windenergie besonders umfangreich und günstig produziert werden." Mit einem Investitionsvolumen von zwölf Millionen Euro sei dieses Projekt in der Stadt binnen anderthalb Jahren umzusetzen. Eine neue Industrie auf Gasbasis könne in Flensburg entstehen. Sogar ein großer Teil des Flensburger Pkw-Bestandes sei mit dem gewonnen Wasserstoff zu versorgen. Aber: "Wenn der Widerstand in Flensburg zu groß sein sollte, ist Pattburg eine Alternative."

Auch Stadtwerke-Geschäftsführer Maik Render findet die Technologie interessant. Allein zwei Studienarbeiten liefen zu diesem Thema gemeinsam mit der Uni. Auch er hält eine Nutzung in der Größung einer Sechs-Megawatt-Anlage in zwei Jahren in Flensburg für möglich. Großter Haken an der Sache für ihn: "Es gibt kein Marktmodell für die Finanzierung." Auch günstige Kredite, wie Jochimsen sie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) angeregt hatte, müssten dennoch bezahlt werden. Wichtig finde er das Signal: "Es gibt Bürger, die sich hier engagieren wollen."

Angesichts von rund 200 Stunden im Jahr negativen Preisen an der Strombörse appellierte Olaf Schulze, Energieexperte der SPD-Landtagsfraktion, stärker in Speichertechnologien zu investieren.

Und nicht nur in Flensburg beschäftigt man sich längst mit Power to Gas. Ein Vertreter von Eon Hanse erklärte aus dem Publikum, das Unternehmen werde die Technologie auch im Kreis Schleswig-Flensburg testen.

von Carlo Jolly
erstellt am 13.Okt.2012 | 03:59 Uhr

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01. | Udo Damerau | 15.10.2012 | 19:08 Uhr
CHRISTOPH MAHNKE 15.10.2012 14:45

Noch ein Einwand. Die ersten beiden Absätze Ihres Beitrages
"Das Problem bei der Sache ist kein technisches...dezentralisierten und regionalen Energiegewinnung in Bürgerhand."
und der dritte mit am Anfang einer kleinen Umformulierung stehen so an dieser Stelle
http://selbstversorger-blog.over-blog.de/article-windgas-die-losung-unseres-energieproblems-79025616.html
unten unter der Überschrift: "Die tatsächliche Problematik "

Und unter
http://energiegenossenschaft-flensburg-eg-i-g.de/%C3%BCber-uns/
kann man finden: Christoph Mahnke, Aufsichtsrat

Es kann ja durchaus sein, dass der dortige von Ihnen zitierte Text auch von Ihnen selbst stammt, aber ein Zitat bleibt ein Zitat...



02. | Udo Damerau | 15.10.2012 | 17:40 Uhr
CHRISTOPH MAHNKE 15.10.2012 14:45

Der Energie-Diskusionsabend fand offensichtlich ohne Professor Hohmeyer statt!

Sie meinen, Herr Jahnke,
"Windkraft und Biogas sind schon heute skalierbare Techniken, die sich in kleineren Anlagen zur lokalen und regionalen Energiegewinnung einsetzen lassen. Wenn der Strom aus Windenergie problemlos auf lokaler und regionaler Ebene gespeichert wird, braucht keiner mehr die Energie aus den Großkraftwerken."

Ausschnitt aus einem SHZ-Artikel vom 13. Oktober 2012:
´Die Bürger für Energie begeistern´:
"...Hohmeyer. Er nannte Flensburg als Beispiel: Hier wurde ein Konsens geschlossen, dass es bis zum Jahr 2050 keinen CO2-Ausstoß mehr geben soll."

Stromspeicher in ausreichender(!) Kapazität gibt es bis heute nicht einmal im labormäßigen Entwicklungs-Idee-Stand und wird es technisch einsetzbar auch 2050 nicht geben - Strom(!)-Speicher.

Und Gas aus Wind als speicherbare Energie:
Das ist weit neben der Planung von u.a. Prof. Hohmeyer, ebenso wie Ihre Überlegung zum Biogas, denn bei beiden entsteht bei der Nutzung das so sehr ´böse´ CO2 - was dann im CO2-freien Flensburg nicht mehr erzeugt werden darf.

Die Konsequenzen für Flensburg finden sie in meinem Kommentar zu:
http://www.shz.de/artikel/artikel/die-buerger-fuer-energie-begeistern.html#CommentStart
aus dem auch das Hohmeyer-Zitat stammt.

03. | Christoph Mahnke | 15.10.2012 | 14:45 Uhr
Windgas - Chance für Flensburg

Windgas die Lösung unseres Energieproblems


...““Das Problem bei der Sache ist kein technisches, sondern eines der Politik und der Lobby der großen Stromkonzerne und wahrscheinlich der Ölkonzerne: Windkraft und Biogas sind schon heute skalierbare Techniken, die sich in kleineren Anlagen zur lokalen und regionalen Energiegewinnung einsetzen lassen. Wenn der Strom aus Windenergie problemlos auf lokaler und regionaler Ebene gespeichert wird, braucht keiner mehr die Energie aus den Großkraftwerken. Dies könnte das Aus für die Großkonzerne bedeuten. Erzeugt man nun auch noch den Treibstoff für den Kraftverkehr verbrauchernah in kleinen Betrieben auf dem Land, würde dies auf Kosten derTreibstoffsparte der petrochemischen Industrie gehen.?

Dagegen werden sich die Konzerne unter Einsatz ihrer Lobbymacht wehren -Das werden wir in den nächsten Jahren erleben. Wer sich nur aus den Mainstreammedien informiert, wird davon möglicherweise nichts mitbekommen. Dort werden die Technologien der großen Energieversorger gefeiert und versucht, die Energiewende hin zur kleinformatigen, dezentralisierten und regionalen Energiegewinnung in Bürgerhand zu verhindern.?

Eine weitere Möglichkeit besteht darin,daß die Energiekonzerne versuchen werden, die Windgastechnik an sich zu ziehen. Windgas lässt sich, wie die Windstromtechnik, nicht nur dezentralisiert in kleinen Einheiten, sondern auch mit großen Anlagen herstellen. Es ist daher durchaus denkbar, dass die Stromkonzerne die Windgastechnik aufgreifen und in ihre Konzepte der zentralisierten Nutzung von regenerativen Energiequellen einbinden. So versuchen die Konzerne, auch weiterhin einen möglichst großen Teil des Strommarktes zu beherrschen.

04. | Christoph Mahnke | 14.10.2012 | 19:08 Uhr
Windgas

Ihr BeitragWindgas die Lösung unseres Energieproblems


...““Das Problem bei der Sache ist kein technisches, sondern eines der Politik und der Lobby der großen Stromkonzerne und wahrscheinlich der Ölkonzerne: Windkraft und Biogas sind schon heute skalierbare Techniken, die sich in kleineren Anlagen zur lokalen und regionalen Energiegewinnung einsetzen lassen. Wenn der Strom aus Windenergie problemlos auf lokaler und regionaler Ebene gespeichert wird, braucht keiner mehr die Energie aus den Großkraftwerken. Dies könnte das Aus für die Großkonzerne bedeuten. Erzeugt man nun auch noch den Treibstoff für den Kraftverkehr verbrauchernah in kleinen Betrieben auf dem Land, würde dies auf Kosten derTreibstoffsparte der petrochemischen Industrie gehen.?

Dagegen werden sich die Konzerne unter Einsatz ihrer Lobbymacht wehren -Das werden wir in den nächsten Jahren erleben. Wer sich nur aus den Mainstreammedien informiert, wird davon möglicherweise nichts mitbekommen. Dort werden die Technologien der großen Energieversorger gefeiert und versucht, die Energiewende hin zur kleinformatigen, dezentralisierten und regionalen Energiegewinnung in Bürgerhand zu verhindern.?

Eine weitere Möglichkeit besteht darin,daß die Energiekonzerne versuchen werden, die Windgastechnik an sich zu ziehen. Windgas lässt sich, wie die Windstromtechnik, nicht nur dezentralisiert in kleinen Einheiten, sondern auch mit großen Anlagen herstellen. Es ist daher durchaus denkbar, dass die Stromkonzerne die Windgastechnik aufgreifen und in ihre Konzepte der zentralisierten Nutzung von regenerativen Energiequellen einbinden. So versuchen die Konzerne, auch weiterhin einen möglichst großen Teil des Strommarktes zu beherrschen.

05. | Christoph Mahnke | 14.10.2012 | 19:07 Uhr
Windgas

Ihr BeitragWindgas die Lösung unseres Energieproblems


...““Das Problem bei der Sache ist kein technisches, sondern eines der Politik und der Lobby der großen Stromkonzerne und wahrscheinlich der Ölkonzerne: Windkraft und Biogas sind schon heute skalierbare Techniken, die sich in kleineren Anlagen zur lokalen und regionalen Energiegewinnung einsetzen lassen. Wenn der Strom aus Windenergie problemlos auf lokaler und regionaler Ebene gespeichert wird, braucht keiner mehr die Energie aus den Großkraftwerken. Dies könnte das Aus für die Großkonzerne bedeuten. Erzeugt man nun auch noch den Treibstoff für den Kraftverkehr verbrauchernah in kleinen Betrieben auf dem Land, würde dies auf Kosten derTreibstoffsparte der petrochemischen Industrie gehen.?

Dagegen werden sich die Konzerne unter Einsatz ihrer Lobbymacht wehren -Das werden wir in den nächsten Jahren erleben. Wer sich nur aus den Mainstreammedien informiert, wird davon möglicherweise nichts mitbekommen. Dort werden die Technologien der großen Energieversorger gefeiert und versucht, die Energiewende hin zur kleinformatigen, dezentralisierten und regionalen Energiegewinnung in Bürgerhand zu verhindern.?

Eine weitere Möglichkeit besteht darin,daß die Energiekonzerne versuchen werden, die Windgastechnik an sich zu ziehen. Windgas lässt sich, wie die Windstromtechnik, nicht nur dezentralisiert in kleinen Einheiten, sondern auch mit großen Anlagen herstellen. Es ist daher durchaus denkbar, dass die Stromkonzerne die Windgastechnik aufgreifen und in ihre Konzepte der zentralisierten Nutzung von regenerativen Energiequellen einbinden. So versuchen die Konzerne, auch weiterhin einen möglichst großen Teil des Strommarktes zu beherrschen.

06. | Christoph Mahnke | 14.10.2012 | 19:07 Uhr
Windgas

Ihr BeitragWindgas die Lösung unseres Energieproblems


...““Das Problem bei der Sache ist kein technisches, sondern eines der Politik und der Lobby der großen Stromkonzerne und wahrscheinlich der Ölkonzerne: Windkraft und Biogas sind schon heute skalierbare Techniken, die sich in kleineren Anlagen zur lokalen und regionalen Energiegewinnung einsetzen lassen. Wenn der Strom aus Windenergie problemlos auf lokaler und regionaler Ebene gespeichert wird, braucht keiner mehr die Energie aus den Großkraftwerken. Dies könnte das Aus für die Großkonzerne bedeuten. Erzeugt man nun auch noch den Treibstoff für den Kraftverkehr verbrauchernah in kleinen Betrieben auf dem Land, würde dies auf Kosten derTreibstoffsparte der petrochemischen Industrie gehen.?

Dagegen werden sich die Konzerne unter Einsatz ihrer Lobbymacht wehren -Das werden wir in den nächsten Jahren erleben. Wer sich nur aus den Mainstreammedien informiert, wird davon möglicherweise nichts mitbekommen. Dort werden die Technologien der großen Energieversorger gefeiert und versucht, die Energiewende hin zur kleinformatigen, dezentralisierten und regionalen Energiegewinnung in Bürgerhand zu verhindern.?

Eine weitere Möglichkeit besteht darin,daß die Energiekonzerne versuchen werden, die Windgastechnik an sich zu ziehen. Windgas lässt sich, wie die Windstromtechnik, nicht nur dezentralisiert in kleinen Einheiten, sondern auch mit großen Anlagen herstellen. Es ist daher durchaus denkbar, dass die Stromkonzerne die Windgastechnik aufgreifen und in ihre Konzepte der zentralisierten Nutzung von regenerativen Energiequellen einbinden. So versuchen die Konzerne, auch weiterhin einen möglichst großen Teil des Strommarktes zu beherrschen.

07. | Udo Damerau | 13.10.2012 | 10:45 Uhr
"...aus dem überschüssigen Windstrom von der Westküste profitieren, der zu Teilen gar nicht in die überlasteten Netze eingespeist werden kann?"

Ja, das geht - per Schiebkarre oder wie sonst kommt der nicht einspeisbare(!) Strom von der Westküste an die Ostküste nach Flensburg?

08. | Helmut Erb | 13.10.2012 | 08:35 Uhr
Kein Preisschild

Bei der Umwandlung von Strom in Gas und zurück in Strom entstehen hohe Umwandlungsverluste, weil sich Wirkungsgrade nicht durch politische Begeisterung beeinflussen lassen.

Wurde über die Kosten nicht gesprochen, oder hat der Berichterstatter feinfühlig davon abgesehen, um seine Leser nicht zu erschrecken? Wäre eine Kilowattstunde Windgasstrom für unter 60 Cent zu haben?

Sollte Windgas tatsächlich in großem Maßstab realisiert werden, würde die schwankende Einspeisung künftig nicht nur das Stromnetz durcheinanderbringen, sondern das Erdgasnetz gleich mit. Die Folgemaßnahmen zur Stabilisierung des Netzes kosten viel Geld. Das werden die Verbraucher zusätzlich bezahlen müssen.

Der Energieexperte der SPD weiß von negativen Strompreisen und kennt Wege, diese auszunutzen. Er weiß wohl nicht, daß auch dieser Teil der Energiewende vor allem von den kleinen Leuten bezahlt werden muß. Von seinen Wählern. Aber vielleicht wählen die beim nächsten Mal eine andere Partei.

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