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Flensburger Tageblatt

26. September 2016 | 17:37 Uhr

Wohnprojekt in Flensburg : Wichtiger Schritt für Freiland: Zufahrt über Munketoft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für die neue Straße im Hang wurden Bäume gefällt. Die Kosten sollen 1,2 Millionen Euro nicht überschreiten.

Flensburg | Seit mittlerweile fast acht Jahren wird über das Wohnprojekt Freiland diskutiert und beraten. Nachdem es anfangs kaum aus den Startlöchern kam, werden jetzt zumindest die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Die Ratsversammlung hat den Bebauungsplan verabschiedet.

Noch ist jedoch kein Bagger auf dem Gelände aufgetaucht. Vor dem ersten Spatenstich ist zu klären, wie man später auf das etwas abgelegene Gelände des früheren städtischen Bauhofs gelangt. Es gibt drei Möglichkeiten: Wie bisher über das Grundstück der Firma Pumpen Horn, vom Mühlendamm aus dem Bereich des alten Güterbahnhofs oder von der Straße Munketoft am Anstieg zum Campus. Die Stadt hat sich für letzteres entschieden. Es soll eine bogenförmige Straße in den Hang hinein gebaut werden; in den letzten Tagen wurden dafür eine ganze Reihe von Bäumen gefällt. Die Straße führt nach einer scharfen Rechtskurve zu einem Kreisel, an dem nicht zuletzt die Müllfahrzeuge wenden können. Auf Höhe der Rechtskurve führt eine Treppe hinauf zur Straße Munketoft.

Vom Kreisel geht es weiter Richtung Süden zu einem Grundstück, auf dem eine Kindertagesstätte gebaut werden soll. Direkt am Kreisel entsteht das so genannte Atrium-Haus, Kernstück des Wohnprojektes mit geplanten 35 Wohnungen. Südlich schließen sich zwei Stadthäuser mit jeweils vier Wohnungen an.

Vom Kreisel Richtung Westen führt ein befahrbarer Weg, an dem zwei Mehrfamilienhäuser liegen werden, die die Gewoba hier plant. Sie wird voraussichtlich den Startschuss für Baumaßnahmen auf diesem Gelände geben.

„Tolle Planung, aber eine teure Tasse Tee“, fasste Linken-Vertreter Frank Hamann die Vorstellung des Straßenbauprojekts zusammen. 1,2 Millionen Euro soll das relativ kurze Stück Straße kosten. Der Bau sei „nicht einfach und billig“, räumte Planungschef Peter Schroeders ein. Es muss unter anderem ein unterirdisches Regenrückhaltebecken angelegt werden. Die Kosten würden aber im Rahmen dessen liegen, was man in Innenstadtlagen für Erschließung aufbringen müsse. Umgerechnet auf Quadratmeter Wohnfläche, die durch das Projekt erschlossen werden, lägen die Kosten in etwa so hoch wie im Wohngebiet Hochfeld.

Der SSW lehnte es ab, dass die öffentliche Hand Erschließungskosten in dieser Höhe für ein privates Wohngebiet übernimmt. Stattdessen solle man die Fläche aus Richtung Bahnhof erschließen, wo im Bereich des Sportplatzes ohnehin ein neues Viertel entstehen soll. Mit dieser Idee blieb der SSW jedoch allein, es gab eine deutliche Mehrheit im Planungsausschuss für das Projekt.

Das Wohnprojekt wird nicht mehr von den ursprünglichen Initiatoren koordiniert, sondern von dem Unternehmen Conplan, das sich auf Wohnprojekte spezialisiert hat.

www.freiland-flensburg.de

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erstellt am 02.Mär.2016 | 16:00 Uhr

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