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Flensburger Tageblatt

31. Juli 2016 | 03:37 Uhr

Bildung in Flensburg : Wettbewerb: Goethe-Schule misst sich mit den Besten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Das Flensburger Gymnasium macht mit bei „Schule des Jahres 2016“ und hatte jetzt Jury-Besuch

Noch ist nichts entschieden. Aber das Wichtigste steht schon fest. Es ist nicht die Tatsache, dass die Goethe-Schule beim landesweiten Wettbewerb Schule des Jahres unter den Top Ten gelandet ist. Es ist auch nicht die Aussicht auf ein Preisgeld von 2000 oder im Optimalfall sogar von 10  000 Euro. Entscheidend ist, dass das Gymnasium an der Bismarckstraße überhaupt bei diesem Wettbewerb mitmacht.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass Lehrer immer auch Einzelkämpfer sind und grundsätzlich fast nie begeistert sind, wenn man ihren Unterricht besucht, war dies eine besondere Woche für die Schule. Eine sechsköpfige Kommission von Fachleuten besuchte diese Woche die Schule und durfte jederzeit in jede Klasse und jeden Unterrichtsraum gehen, um zuzuhören und zuzuschauen. „Es ist sehr mutig, dass eine Schule so die Hosen runter lässt“, sagt Ralf Andresen, Vorsitzender des Schulelternbeirats.

Der Wettbewerb „Schule des Jahres“ orientiert sich am Deutschen Schulpreis der Robert-Bosch-Stiftung, ist aber deutlich jünger. Das Motto hieß in diesem Jahr „Gute Schule – guter Unterricht“, die Beurteilung wurde an fünf Hauptkriterien festgemacht: 1. Schule leiten und Qualität entwickeln, 2. Professionalität, 3. Schulkultur, 4. Lehren und Lernen und 5. Ergebnisse und Wirkungen. Der Wettbewerb wird breit getragen – vom Land Schleswig-Holstein und dem IQSH über die Universitäten Kiel und Flensburg, die Kammern und Unternehmensverbände bis hin zum Tagungszentrum Tannenfelde.

„Die teilnehmenden Schulen werden komplett durchleuchtet“, sagte Wulf Wersig, Schulleiter des Regionalen Berufsbildungszentrums Wirtschaft in Kiel. Er leitete die sechsköpfige Kommission, die die Goethe-Schule besuchte. „Die Schule hat zu allen fünf Kriterien viel zu bieten“, sagte er, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Die Schule befinde sich seit rund drei Jahren in einem stetigen Prozess der Weiterentwicklung. Etwa genauso lange ist Arnd Reinke Leiter der Goethe-Schule.

„Der Schulleiter kann nicht alles neu erfinden“, schränkt Wersig dessen Bedeutung ein. Aber er könne wesentlich dazu beitragen, einen „Geist des Aufbruchs zu erzeugen“. „Wir trauen uns zu, uns zu zeigen“, sagte Reinke. Ein weiterer Grund für die Teilnahme: „Wir haben gute Ergebnisse im Abitur. Wir haben ein gutes Schulklima zwischen den drei großen Personengruppen Schüler, Lehrer, Eltern.“

Das wird von den Schülern bestätigt – zumindest von den beiden, die in der Feedback-Runde am Ende des Besuchs sitzen. „Die Schüler engagieren sich freiwillig bei den Sextaner-Infoabenden“, sagen Timo Schwarze und Vincent Wallot aus dem 13. Jahrgang. Sie loben die flachen Hierarchien und das „gute, respektvolle Miteinander“. Die Schule sei „ein lebendiges Gebilde“.

„Viele Hände zusammen sind dabei, hier etwas zu schaffen“, fasste Wersig zusammen.

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erstellt am 20.Feb.2016 | 13:00 Uhr

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