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Flensburger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 15:21 Uhr

FSG-Management bestätigt : Werft will kurzfristig 100 Stellen streichen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft will ihre Stammbelegschaft um 100 auf 650 Beschäftigte verringern.

Das neue Werft-Management um Geschäftsführer Rüdiger Fuchs will die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) bereits 2017 wieder in die Gewinnzone führen. Dafür bitten Fuchs und die Eigentümervertreter aus dem norwegischen Siem-Konzern Mitarbeiter und Gewerkschaften um Zustimmung zu einem vier Punkte umfassenden Sanierungsplan. Wichtigster Punkt ist die Reduzierung der 750 Mitarbeiter starken Stammbelegschaft um 100 Beschäftigte noch dieses Jahr. „Wir brauchen die Entlastung ganz schnell“, sagte Fuchs. Die FSG schreibe bereits im vierten Jahr Verluste in zweistelliger Millionenhöhe: „Die Werft hat sich seit zehn Jahren in ihrer Struktur nicht mehr verändert“, erklärte Fuchs – während die Branche seit der Finanzkrise 2008/2009 größten Veränderungen unterworfen gewesen sei. Weitere Punkte des Sanierungsplans seien die Flexibilisierung der Arbeitszeit zur Vermeidung teurer Überstunden, die Abschaffung von Tarifbestandteilen wie Akkordarbeit sowie die Überprüfung der alten Betriebsvereinbarung. Ziel: Das Neubauprogramm mit fünf Schiffen mit einem Volumen von 365 Millionen Euro müsse rentabel werden. Ohne Eigentümer Siem, der selbst fünf der aktuell sieben Schiffe auf der Auftragsliste bestellt hat, sei die FSG nicht zu retten.
 

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erstellt am 09.Sep.2016 | 23:30 Uhr

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