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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 01:06 Uhr

Flensburg : Wenn der Verkehrsrechner Rot sieht

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Leser berichten über ihre Erfahrungen mit Ampelschaltungen in Flensburg / Wird es mit der neuen Technik wirklich besser?

Die Stadt will tief in die Tasche greifen, um die Ampelschaltungen auf Flensburgs Knotenpunkten zu optimieren. 320 000 Euro stehen für die Beschaffung eines neuen Verkehrsrechners zur Verfügung. Der „Neue“ soll flexibler auf das aktuelle Verkehrsgeschehen reagieren – dass damit aber alles besser wird, wollte Barbara Hartten, Technisches Betriebszentrum, nicht beschwören. Die Redaktion hatte um Hinweise gebeten, wo Ampelschaltungen besonders verbesserungswürdig sind.

Ampel B 199 Lieferantenzufahrt Cittipark stadteinwärts. Früher, als wir noch einen Kaiser hatten, war das eine Bedarfsampel. Heute schaltet diese Ampel in jeder Phase für ca. 15 Sekunden auf Rot. Das heißt, der gesamte stadteinwärts fahrende Verkehr (auswärts natürlich auch) wird angehalten, wartet 15 Sekunden, und fährt weiter, ob nun jemand zum Cittipark abbiegen will oder nicht. Wie viele Tonnen CO2 ließen sich in der Stadt des Klimapaktes wohl einsparen wenn das wieder eine Bedarfsampel wäre?

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Meine „Problemampel“ steht an der Husumer Straße, Höhe Klaus & Co zum Auffahren auf die B 200 in Richtung Krusau. Ich muss jeden Morgen feststellen, das diese Ampel keiner Logik folgt. Es ist weit und breit kein Auto zu sehen und wenn ich über den Bedarfsanmelder fahre, geht der Abbiegepfeil für die Autos auf Grün, ich als Fahrradfahrer stehe dort mitunter minutenlang, obwohl niemand zusehen ist. Umgekehrt geht es auch manchmal schnell und ich bin als Erster dran, obwohl andere PKW vor mir dort waren.

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Schottweg-Kreuzung bis Kreuzung Osterallee-Nordstraße. Hier wird der nachmittägliche Rückstau gefühlt jeden Tag länger. Zeitweilig war das Stauende auf Höhe der Einmündung Nordstraße auf die Osttangente. Fairerweise muss man sagen, dass auch die Autofahrer für den Stau sorgen. Einige fahren im Stau so langsam, dass zum Teil 40 bis 50 Meter zum Vordermann gelassen werden; Andere fahren auf der linken Spur am Stau vorbei und quetschen sich vor der Ampel Schottweg-Kreuzung auf die rechte Spur, was dann dafür sorgt, dass sich auf der linken Spur auch ein Stau bildet.*

Will man als Radfahrer die Westerallee Richtung Lilienthalstraße überqueren, muss man die Bedarfsschaltung per Hand aktiveren, gleiches gilt in Gegenrichtung. Auf Seiten des Citti Parks ist die Ampel nur über den Fußweg zu erreichen. Was mich als Radfahrer aber seit Jahren stört: Selbst wenn Autos die Kreuzung ab Lilienthalstraße oder ab Westerallee überqueren, bleibt die Ampel für Radfahrer rot. Hier könnte leicht Abhilfe geschaffen werden, indem man einfach die Bedarfsanforderung für PKW und Radfahrer zusammen schaltet.

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Die Husumer Straße Ecke Am Sophienhof bei Krümet. Die Rotphase für die Husumer Straße, wohl bemerkt eine Hauptverkehrsstraße, ist extrem lang. Meistens stehen nur vier bis fünf Pkw vor der Ampel Am Sophienhof und nur selten ein Lkw gegenüber. Obwohl die schnell abfahren, ist für die Nebenstraße noch sehr lange grün. Der Verkehr staut sich dann natürlich unnötig lange zurück auf der Husumer Straße.

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Die Ampel Mürwiker Straße vor der Schule Strategische Aufklärung ist nie zu schaffen, wenn man von oben (Seewarte) runter fährt). Man müsste über 70 km /h fahren um bei Grün durch zu kommen.

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Wozu braucht Flensburg einen neuen Rechner, wenn diesen keiner bedienen kann? Vom Citti-Park bis nach Mürwik kann man an manchen Tagen zwischen 11 und 15 „rote Ampeln“ genießen, auf der Osttangente trotz Geschwindigkeitshinweisen und entsprechender Fahrweise an jeder Ampel rot haben; also völlige Geldverschwendung, wenn nicht endlich eine effiziente Grünphase geschaltet wird.

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Das Nadelöhr B199/Nordstraße. Ich ärgere mich regelmäßig über den Stau auf der B199 stadteinwärts, der sich in Hauptverkehrszeit werktags und auch am Sonnabend vor der Ampel Nordstraße/Osterallee bis zurück nach Wees bildet. Die verschiedenen Schaltzeiten stehen in keinem Verhältnis zum Verkehrsaufkommen in den jeweiligen Fahrtrichtungen.

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erstellt am 28.Jul.2016 | 16:29 Uhr

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