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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 03:17 Uhr

Wasserrohrbruch: Rathaus evakuiert

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Hauptleitung unter dem Pferdewasser leck geschlagen – Verwaltung ohne Wasser / Vier Dixi-Toiletten für über 1000 Menschen

Für rund 1000 Beschäftigte in den beiden Flensburger Rathäusern war der lange Dienstleistungs-Donnerstag gestern vorzeitig beendet. Bereits um 15 Uhr wurde über Lautsprecher die Räumung eingeleitet – Publikum und Beschäftigte mögen das Gebäude verlassen, die Verwaltung wird geschlossen. Ursache: Ein Wasserrohrbruch direkt vor dem Technischen Rathaus.

Der hatte sich gegen 12 Uhr aufgetan. Direkt neben dem Keller des Technischen Rathauses begann am Pferdewasser plötzlich eine undichte 15 Zentimeter starke Hauptleitung ergiebig zu sprudeln. Die Unterspülung ließ zunächst den Gehweg einbrechen, angeblich drang auch Wasser in den Keller des Technischen Rathauses ein und beschädigte das dort untergebrachte Archiv. Die Polizei sperrte die Straße, die Stadtwerke riegelten das lecke Rohr ab und legten für die Haushalte im Umkreis von etwa 130 Metern Umleitungen.

Für den Verwaltungsbetrieb hatte das Malheur natürlich Folgen. Immerhin war die komplette Sanitärversorgung zusammengebrochen – die Rathausbediensteten mussten für private Geschäfte Lokalitäten in der näheren Umgebung aufsuchen, was für jeden Gang natürlich längere Fehlzeiten im Büro bedeutete. Die Immobilienverwaltung versuchte zwar, noch kurzfristig mobile Toiletten heranzuschaffen, konnte aber nur vier Exemplare auftreiben. Da ab 16 Uhr zusätzlich noch die Ratsversammlung öffentlich tagen sollte, drohte der Druck zu groß zu werden. Die Behörde wurde geschlossen. Als eine halbe Stunde später die Stadtwerke die Wasserversorgung für das Haupthaus wiederhergestellt hatte, war es für eine Umkehr zu spät. Für das Technische Rathaus war bis zum Abend nichts mehr zu machen.

Die Ursache des Wasserrohrbruchs liegt noch im Dunkeln. Der Kreis der Betroffenen blieb aber gering, weil es gelang, die Versorgung umzuleiten, so Peer Holdensen, Unternehmenssprecher der Stadtwerke. Ein Zusammenhang mit größeren Schadensstellen an der B 199 und an der Friesischen Straße sei nicht herzustellen.

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erstellt am 14.Okt.2016 | 07:00 Uhr

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