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Flensburger Tageblatt

11. Dezember 2016 | 14:58 Uhr

Nospa : Warmer Geldregen trotz Nullzins-Frust

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sparkassenstiftung schüttet 44 500 Euro aus / Schwerpunkt bei maritimen Themen / Zukünftige Erträge könnten deutlich sinken

Es war schon mal mehr Geld, das die Flensburger Sparkassenstiftung für gemeinnützige Zwecke ausgeschüttet hat. Und es könnte noch deutlich weniger werden, weil die Niedrigzinsphase erst mit Verspätung bei den Erträgen aus der Anlage des Stiftungskapitals zuschlägt. Dennoch: Immerhin 44  500 Euro hat die Stiftung gestern an 13 Einrichtungen vergeben, dazu kamen 7900 Euro aus dem Sondervermögen „Krause Guul“ für bedürftige Senioren. Dieses Geld verwaltet die Nospa, hat es angelegt und schüttet die Erträge regelmäßig zusammen mit den Fördermitteln der Nospa Sparkassenstiftung von 1869“ aus. Es stammt aus der Hinterlassenschaft einer vermögenden Privatperson.

Einen gewissen Schwerpunkt habe der Stiftungsvorstand in diesem Jahr bei maritimen Themen gelegt, sagte Thomas Menke, Vorstandschef der Nospa. Oberbürgermeister Simon Faber stellte in seiner Funktion als Vorsitzender des Stiftungsbeirats die einzelnen Projekte vor. Den größten Batzen bekommt ein Projekt mit dem vermutlich größten Bedarf: Die „Alexandra“ braucht bekanntlich einen neuen Kessel, und noch immer ist die Finanzierungslücke nicht geschlossen. Das wird sie auch nach der Zuwendung in Höhe von 15  000 Euro nicht sein, wie am Rande des kleinen Feierstunde in der Nikolaikirche zu erfahren war. Die Suche nach weiteren Spenden und Gönnern geht weiter.

Zu Beginn spielte Kirchenmusikdirektor Michael Mages auf der Orgel. Die ist zwar mittlerweile bezahlt, aber das renommierte, hochkarätig besetzte Orgelfestival lässt sich nicht allein aus Eintrittsgeldern finanzieren. 2000 Euro bekommt der Arbeitskreis des Festivals.

Mit 5000 Euro wird eine Einrichtung bedacht, die in Flensburg noch weitgehend unbekannt ist und die man auf den ersten Blick auch gar nicht hier vermuten würde: Yachting Heritage Centre e.V. Das ist der offizielle Name des neuen Yacht-Museums an der Robbe & Berking-Werft am Industriehafen. Die Leiterin Eva Nielsen, die das Museum derzeit aufbaut, war zur Spendenübergabe gekommen, am ersten Oktober-Wochenende ist Eröffnung, unter anderem mit einem Tag der offenen Tür.

Ebenfalls 5000 Euro erhielten der Museumshafen für die weitere Sanierung und Ausstattung des Elbkutters „Greta“ und die Hochschule Flensburg für die Klimakonferenz „100 % renewable Energy“.

Die vor einigen Jahren abgeschlossenen Verträge über aus heutiger Sicht hoch verzinste Anlagen – zum Teil über vier Prozent – würden jetzt auslaufen, sagte Burkhart Lauritzen, Nospa. Derzeit berate man über eine neue Anlagestrategie für das Stiftungskapital von 1,9 Millionen Euro. Jüngere Bestimmungen erlauben des Stiftern, bis zu 30 Prozent des Kapitals mit einem gewissen Risiko anzulegen. Die Sparkassenstiftung habe das Geld bislang streng konservativ – also absolut sicher – angelegt. Dafür gibt es aber heute so gut wie keine Erträge mehr.

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erstellt am 05.Jul.2016 | 12:42 Uhr

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