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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 03:04 Uhr

Wachstum: Mehr Platz für Gewerbegebiet im Osten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Landwirtschaftliche Flächen „Geschlossenheck“ könnten den Flächenhunger der Wirtschaft stillen

Wenn es in Flensburg um das Thema Wachstum geht, sind meist der Neubau möglichst vieler Wohnungen und der Anstieg der Bevölkerungszahl gemeint. Doch auch im Bereich Gewerbe gibt es Wachstum. So ist das Gewerbegebiet in Wees, das von Flensburg, Glücksburg und Wees gemeinsam betrieben wird, so gut wie voll. Deshalb soll es um elf Hektar erweitert werden.

Von den 17 Grundstücken, die hier seit 2010 von der Wirtschaftsförderungs- und Regionalentwicklungsgesellschaft (Wireg) angeboten wurden, sind 14 verkauft worden; die drei verbleibenden haben schwierige Bodenverhältnisse und sind deshalb schwer zu vermarkten.

Eine Erweiterung ist jedoch von Beginn an eingeplant, und zwar gegenüber des bestehenden Gebietes auf der anderen Seite der Glücksburger Chaussee. Hier könnte das Gebiet in zwei Bauabschnitten um 11 Hektar wachsen; die betroffenen Flächen haben noch die alte Flurbezeichnung Geschlossenheck und werden derzeit landwirtschaftlich genutzt. Die Erweiterungspläne wurden jetzt im Umwelt- und Planungsausschuss der Ratsversammlung vorgestellt.

„Die Nachfrage nach Gewerbegrundstücken in den drei Gemeinden hält weiterhin an“, heißt es in der Ausschussvorlage der Stadt. „In Glücksburg suchen besonders Handwerksbetriebe nach Erweiterungsmöglichkeiten. In Flensburg sind es
besonders Betriebe, die im Osten des Stadtgebietes keine angemessenen gewerblichen Flächen finden.“ Hinsichtlich möglichen Einzelhandels auf den neuen Flächen seien grundsätzlich die Grundzüge und Leitlinien aus dem Einzelhandelskonzept zu beachten.

Doch es gibt noch mehr zu beachten: Direkt an die möglichen neuen Gewerbeflächen grenzt das Naturschutzgebiet Twedter Feld; da könnte es Konflikte geben. Auch das Landschaftsschutzgebiet „Bauernwald“ liegt nebenan. Zudem seien zusätzliche Aufwendungen zur Entwässerung des Gebietes und zur Tragfähigkeit des Bodens erforderlich. Und nicht zuletzt müssten Flächen, die in Privatbesitz sind, zunächst erworben werden, bevor man sie in ein Gewerbegebiet verwandelt.

Aus Sicht des Kämmerers rechnet sich das Gewerbegebiet. Derzeit habe man einen Überschuss von 13000 Euro erwirtschaftet, dazu kommen noch ausstehende Mietzahlungen von 38  000 Euro. Die drei Gemeinden teilen sich Kosten und Einnahmen zu je einem Drittel.

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erstellt am 08.Nov.2016 | 18:05 Uhr

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