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Flensburger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 07:15 Uhr

Bauen : Wachstum am Sandberg: Neubau mit Stadtblick

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Früherer Kindergarten soll durch ein vierstöckiges Wohnhaus ersetzt werden

Im Wohnquartier Sandberg soll die gleichnamige Straße durch ein Neubauvorhaben quasi begradigt werden. Auf dem Grundstück Nr. 22 plant der Eigentümer den Abriss des bestehenden einstöckigen Gebäudes und den Bau eines deutlichen größeren Hauses mit 20 bis 24 Wohnungen. Entscheidende Neuerung mit Auswirkung auf das Stadtbild: Während das bestehende Haus einige Meter von der Häuserfront weiter nördlich in dieser Straße zurückweicht und den Charakter eines Einfamilienhauses hat, soll die Neubebauung nicht nur an die bestehende mehrstöckige Bebauung im Norden anschließen, sondern wie diese auch bis zum Bürgersteig reichen. Im Süden grenzt der geplante Neubau an die Johannistreppe heran(siehe Karte).

Das Haus wurde 1953 für einen Kindergarten des dänischen Schulvereins gebaut. Architekt war Regierungsbaumeister Tete Rieve, der seinerzeit viel für die Einrichtungen der dänischen Minderheit gebaut hat. 1970 erfolgte nicht nur ein Umbau, sondern auch die Umbenennung in „Dansk Frøbel Børnehave“, Leiterin war ein Ratsfrau Matlok. 1999 wurde die Kindertagesstätte geschlossen, seitdem fungiert das Gebäude als Einfamilienhaus. Der heutige Eigentümer wohnt selbst noch in dem Haus.

Das jetzt geplante Gebäude soll, wie die anschließende Hausnummer 20, vierstöckig werden und an diese anschließen. Richtung Westen dürften die künftigen Bewohner einen Blick über die südliche Altstadt haben. Der Grundriss sieht aus wie ein großes L und schließt im Süden an der Johannistreppe ab, die hinunter zur Blumenstraße führt. Die erforderlichen Stellplätze sollen in einem Untergeschoss des Hauses untergebracht werden und wären von der Straße aus nicht wahrnehmbar, wie es in der Beschlussvorlage heißt, die am kommenden Dienstag im Umwelt- und Planungsausschuss diskutiert und beschlossen werden soll.

Damit diese Bebauung, die laut Vorlage „dem städtebaulichen Charakter der Straße entspricht“, umgesetzt werden kann, muss der Bebauungsplan geändert werden. Den ersten Schritt hierfür soll der Ausschuss am Dienstag gehen.

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erstellt am 27.Okt.2016 | 12:34 Uhr

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