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Flensburger Tageblatt

08. Dezember 2016 | 09:01 Uhr

Neuerscheinung : Von Flensburg nach Texas

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Buten-Flensburgerin Inke Hamkens veröffentlicht ihren ersten Roman

Sie kommt mit sieben Jahren nach Flensburg, 2. Klasse Waldschule, später Abitur am Alten Gym. Literaturstudium. Und dann der Sprung über den Großen Teich. Inke Hamkens, gebürtige Hansen, empfindet es wie einen „Jackpot im Lotto“, als sie im Juli 2007 nach Dallas zieht. Ein großes deutsches Unternehmen versetzt ihren Mann samt fünfköpfiger Familie für einige Jahre nach Texas.

„Ich habe schon immer gern geschrieben“, sagt die 49-Jährige. Freie Mitarbeit bei den Nürnberger Nachrichten und der Neuen Westfälischen, Praktika beim Flensburger Wochenblatt Moin Moin oder der Deutschen Presse-Agentur in Rom. Nun ist sie fasziniert von den Skurrilitäten des amerikanischen Alltags. Sie selbst gerät in bizarrste Situationen, lässt sich davon inspirieren. Etwa von dem Vorfall, als sie mit ihren drei Kindern beim Picknick im Grünen plötzlich von Polizisten umringt ist, ein Helikopter kreist über ihnen. Gesucht wird ein Verbrecher, der sich in unmittelbarer Nähe in einem Bachlauf versteckt hält. Oder von der Beobachtung, wie sich Frauen gleich neben dem Supermarkt en passant die Lippen aufspritzen lassen.

Inke Hamkens beginnt, ihre Erlebnisse via E-Mail an Freunde zu schicken. Die ermutigen sie, die Versatzstücke in einem Roman zu verarbeiten. „Das autobiografisch geprägte Gerüst also war vorhanden“, sagt Inke Hamkens. „Der grobe Handlungsstrang entspringt aber meiner Fantasie.“ So beginnt die Arbeit an ihrem Buch, „das nebenbei mit einem Augenzwinkern die großen und kleinen Unterschiede zwischen hier und dort beschreibt“.

Sie stellt das Manuskript auf die Online-Plattform „neobooks“, die regelmäßig von Lektoren renommierter Verlage durchforstet wird. „Tatsächlich gab es ein Gutachten mit einigen konstruktiven Änderungsvorschlägen“, sagt die Flensburgerin. „Das war ein Lernprozess für mich.“ Gelohnt hat es sich:

Jetzt ist ihr Erstlingswerk „Termiten, Tornados, Texas und wir” im Droemer Knaur Verlag erschienen. Es geht um die Frankfurter Familie Dreieich, die in Dallas auf paradiesische Bedingungen trifft. Sonne, Palmen und ein Pool am neuen Haus begeistern Eltern wie Kinder. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten: Taranteln, Termiten und entflohene Kriminelle sind nur einige der Schwierigkeiten, die ein Leben im Süden der USA mit sich bringen kann. Als der Ehemann in eine ausweglose berufliche Situation gerät, die er noch dazu selbst verschuldet hat, gerät die Ehe der Dreieichs in eine echte Schieflage…

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erstellt am 19.Jun.2016 | 18:50 Uhr

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