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Flensburger Tageblatt

30. März 2017 | 03:01 Uhr

Jörl : Vier Gemeinden bauen eine Mensa

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

In Kleinjörl entsteht ein Kinderdorfzentrum mit Kita- und Krippenplätzen, von dem auch die Vereine profitieren sollen.

Jörl | Die Nachfrage nach Krippenplätzen nimmt auch im Jörler Raum stetig zu. Um den steigenden Bedarf zu befriedigen, soll ein multifunktionaler Neubau zwischen Kita und Grundschule in Kleinjörl entstehen.

„In einer sehr intensiven Planungsphase haben wir mit breiter Beteiligung des gesamten Jörler Raums eine Planung entwickelt, die sowohl den Erweiterungsbedarf der Kindertagesstätte als auch Verbesserung für die Grundschule Kleinjörl und Räumlichkeiten für Vereinsnutzung miteinander verbinden“, sagte Jörls Bürgermeisterin Silke Hünefeld in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung. Der Verbindungsbau zwischen Kindergarten und Grundschule werde für eine multifunktionale Nutzung gestaltet. „Damit rücken Kindergarten und Schule noch enger zusammen und werden auch durch die Einbeziehung der Verbände und Vereine im Hinblick auf ein nachmittägliches Betreuungs- und Kursangebot künftig noch stärker profitieren“, so Hünefeld.

Räume im bestehenden Kindergartengebäude werden zu einer zweiten Krippengruppe umgestaltet. Im Neubau entstehen Räume für eine zusätzliche altersgemischte Kita-Gruppe. Die Gemeinden als Träger des Kindergartens hatten sich bei Einführung eines Mittagstischangebots auch aus pädagogischen Gründen dazu entschieden, das Essen im Kindergarten frisch zuzubereiten. Mittlerweile essen über 30 Kinder täglich im Kindergarten, Tendenz steigend. So viele Essen sind in der als Teeküche konzipierten Küche nicht mehr anzurichten. Deshalb erhält der Neubau einen Küchenbereich und eine Mensa.

Diese beiden Bereiche werden sowohl vom Kindergarten als auch von der Grundschule Kleinjörl gemeinsam genutzt. Die räumliche Konzeption sieht zudem vor, dass dieser Trakt auch der Vereinsarbeit der Verbände und Vereine zur Verfügung steht.

„Durch die breite Beteiligung auch künftiger Nutzer sind vielfältige Ideen in die Planung eingeflossen und es sind erfreulicherweise auch zahlreiche neue Angebote zur Belebung des dörflichen Lebens entwickelt worden“, freute sich Hünefeld über den kreativen Planungsprozess.

Die Kosten für das „Kinderdorfzentrum“ werden vom beauftragten Architekten auf rund 1,8 Millionen Euro geschätzt. Diese Summe ist nur finanzierbar mit Bundes- und Landesmittel für die Erweiterung der Kindertagesstätte sowie einer Förderung aus EU-Mitteln. Nach Berechnung der Amtsverwaltung werden von den vier Jörler Gemeinden (Jörl, Janneby, Sollerup und Süderhackstedt) Eigenmittel von 750  000 Euro zu finanzieren sein. 80  000 Euro stehen aus einer für die Kindertagesstätte angesammelten Rücklage bereits zur Verfügung. Da alle vier Gemeinden in gleichem Verhältnis von diesem Bildungszentrum profitieren, wird die Verteilung der Eigenmittel auf der Grundlage der Finanzkraft der jeweiligen Gemeinde als faire Grundlage angesehen. Bis auf Süderhackstedt werden die übrigen Gemeinden ihre Eigenmittel aus für Investitionen angesparte Rücklagen aufbringen können.

Das Bauvorhaben wird zwar in der Trägerschaft und Verantwortung der Gemeinde Jörl gebaut. Die Gemeinden Janneby, Sollerup und Süderhackstedt werden aber in den weiteren Planungs- und späteren Bauprozess eingebunden, um daraus ein identifikationsstiftendes Vorhaben für den gesamten Jörler Bereich zu machen, darin war sich die Jörler Gemeindevertretung einig.

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