zur Navigation springen

Flensburger Tageblatt

05. Dezember 2016 | 11:31 Uhr

Flensburger Hofkultur : Vielfalt der afro-karibischen Kultur erleben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Abschlussveranstaltung im Schifffahrtsmuseum mit Musik, Tanz, Vorträgen und Büfett

„Die karibische Kultur ist viel mehr als Rum und Zucker“, sagt Thomas Overdick, Leiter des Flensburger Schifffahrtsmuseums. „Das Essen, die Musik, die Kleidung, die Tänze und Gesänge sind durch den Einfluss verschiedener afrikanischer Kulturen sehr vielfältig.“

Zum Abschluss der Flensburger Hofkultur steht die afro-karibische Lebensart am Sonnabend, 13. August, ab 10 Uhr im Innenhof des Schifffahrtsmuseums im Mittelpunkt. Sie ist eine Gemeinschaftsaktion von Overdick, Thomas Frahm, dem Kopf der Hofkultur, und Sylvie Kahns, Organisatorin des afro-karibischen Hoffestes.

„Flensburg und seine Schifffahrt stehen in enger Verbindung zu der Karibik und ihrer Geschichte“, so der Museums-Chef. Die Fördestadt gehörte im 18. und 19. Jahrhundert noch zum dänischen Gesamtstaat. Der hatte drei Kolonien in der Karibik. Die Flensburger Kaufleute fuhren zu den karibischen Inseln und brachten Zucker, Hölzer, Seide und Gewürze mit zurück in die Heimat.

„Beim Hoffest zeigen wir die Vielfalt der afro-karibischen Kultur und das über die Geschichte hinaus. Die Besucher der Veranstaltung haben die Gelegenheit, dem Lebensgefühl der Inseln nachzuspüren.“

Auf der Hof-Bühne spielt ab 11 Uhr das Basiru Suso Trio. Alle Musiker kommen ursprünglich aus Gambia. Sie spielen auf traditionellen Instrumenten: „Djembé“ ist eine Trommel und „Kora“ sieht aus wie eine Mischung aus Harfe und Laute.

Den Rhythmus im Blut haben auch die drei Musiker der Pan-afrikanischen Djembé Session (12 Uhr). Ihre Wurzeln haben sie in Benin, Burkina Faso und Senegal. „Jeder von den Dreien bringt die musikalischen Besonderheiten seines Landes in die Musik mit ein“, sagt Overdick.

Neben der afro-karibischen Musik präsentieren die Künstler der Hofkultur auch Tanz und Akrobatik. „Diamoral ist die Stelzentanzgruppe eines senegalischen Choreografen. Die Körperlichkeit und die Kunststücke der Tänzer sind unglaublich.“ Sie treten um 13.30 Uhr auf der Hof-Bühne auf. Danach gibt es eine afrikanische Modenschau. „Moderator Bacar Gadji wird erklären, was die Kleidung über die Kultur verrät.“ Ein Höhepunkt sei ebenfalls das Künstlergespräch mit La Vaughn Belle um 13.30 Uhr im Museum. Sie wurde in Trinidad/Tobago geboren. Ausgestellt hat sie bereits in der Karibik, den USA und Europa.

„Und nicht zu vergessen bei unserem Hoffest ist das afro-karibische Essen“, kündigt der Museumsleiter an. Das Angebot ist ausschließlich vegan und vegetarisch. „Ich hoffe, dass das Fest wieder so schön wird, wie im vergangenen Jahr. Da trübte auch der Platzregen die Stimmung nicht.“

Der Eintritt kostet sechs Euro für Erwachsene – und drei für Kinder.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 10.Aug.2016 | 10:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen