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Bildung in Flensburg : Viele Schüler – viele Gewinner

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit 121 Anmeldungen wird das Fördegymnasium die meisten Fünftklässler 2017/2018 begrüßen – alle Gemeinschaftsschulen verzeichnen Zuwachs.

Die sensible Anmeldephase ist vorbei, die Gewinner stehen fest. Und es sind viele! Das Fördegymnasium hat das Alte Gymnasium als Flensburgs Lieblingsschule abgelöst. Absolut zählt das einzige G9-Gymnasium in Flensburg (mit dreijähriger Oberstufe ab Klasse 11) zum nächsten Schuljahr 121 Anmeldungen künftiger Fünftklässler. „Die Zahl liegt etwa 10 Prozent unter der des Vorjahres“, bemerkt Frithjof Höhnke, der Schulleiter des Fördegymnasiums, relativiert aber: „Da es insgesamt in diesem Jahr wohl auch weniger Viertklässler gibt, eine normale Quote. Wir sind mit der stabilen Nachfrage sehr zufrieden und sehen uns in unserer Arbeit bestätigt.“

Dass man den Höchstwert von tatsächlich 148 Fünftklässlern vom Vorjahr nicht würde halten können, sei zu erwarten gewesen, sagt Christoph Kindl. Doch der Schulleiter des Alten Gymnasiums freut sich mit seinem Kollegium, dass ihnen „das Vertrauen geschenkt“ wurde, die Vierzügigkeit zu erreichen. Er hat den Wettbewerb sportlich genommen und hebt hervor, dass der Kontakt unter den Schulleitungen gut und fair sei. 112 Fünftklässler sind für die fünfte Klasse am Alten Gymnasium im neuen Schuljahr angemeldet. Damit belegt die 451 Jahre alte Schule Platz zwei auf der Rangliste der weiterführenden Schulen. Und es steht an erster Stelle der G8-Gymnasien, betont Schulchef Kindl. Wie sein Kollege Höhnke weist er darauf hin, dass aus demografischen Gründen zwischen 52 und 54 Kinder weniger aus dem Stadtgebiet als zum Schuljahr davor anzumelden waren.

„Die Stimmung bei uns ist wirklich hervorragend“, jubiliert Arnd Reinke, der Leiter der Goethe-Schule. Mit einer Steigerung um rund 50 Prozent auf 92 Anmeldungen habe man nicht gerechnet. Das Ergebnis nimmt Reinke als Frucht der Arbeit über Jahre, „die Schule konsequent, aber mit Bedacht weiterzuentwickeln“. Mit 90 Anmeldungen verliert die Auguste-Viktoria-Schule im Vergleich zum Jahr zuvor über 30 neue Fünftklässler. Schulleiter Markus Eckert: „Wir freuen uns auf die Kinder, die zu uns kommen werden.“

Als wahre Gewinner dürften sich die Gemeinschaftsschulen fühlen, denn jede erhält mehr Anmeldungen als zum Schulstart 2016. Einen riesigen Satz nach vorn macht die Fridtjof-Nansen-Schule: Schulleiter Fabian Halbe freut sich über 111 Anmeldungen und sehr hohen Zuspruch. „Wir finden es zugleich bedauerlich, dass wir damit leider 13 Kinder nicht aufnehmen können, die sich bei uns beworben haben.“ Halbe hat den Eindruck, „dass die Übergangsquote der Grundschüler an die Gymnasien, die nach dem Wegfall der Schulübergangsempfehlung in den vergangenen Jahren ungewöhnlich hoch war, wieder auf ein normales Maß zurückgegangen“ sei. Regelmäßig bekomme die Gemeinschaftsschule Anfragen von Eltern, „ob wir ihre Kinder bei uns aufnehmen können, die am Gymnasium nicht zurecht gekommen sind“, sagt Halbe.

„103 Anmeldungen für 76 Plätze – so viele Anmeldungen wie noch nie“, jubelt Peter Sellmer, Direktor der Käte-Lassen-Schule. Die überschaubare Größe, das schlüssige Konzept für individuelle Forderung und Förderung und eine persönliche Ansprache seien als Begründungen der Eltern für die Käte oft genannt worden.

Zufrieden ist Thorge Arp, Leiter der Gemeinschaftsschule Flensburg-West, mit 54 angemeldeten Kindern. „Wir werden mit drei Klassen arbeiten, nehmen aber gerne noch weitere Schüler auf“, sagt Arp. 50 Anmeldungen für die Comenius-Schule ordnet die stellvertretende Schulleiterin Sabine Hansen als „nach den Zahlen der letzten Jahre außerordentlich erfreulich“ ein. Dies zeuge von der „hervorragenden pädagogischen Arbeit, die hier von den Schulen in der Nordstadt geleistet wird“, betont sie.

Für die Kurt-Tucholsky kommentiert Rainer Strathmeier, Koordinator des 5./6. Jahrgang, die Statistik: „Nach momentanem Stand werden wir rund 80 Anmeldungen haben, das hängt aber noch von den Rückläufen mit Zweit- beziehungsweise Drittwunsch ab.“

Auch aus diesem Grund will die Stadtverwaltung die aktuellen Anmeldezahlen noch nicht abschließend bewerten, weil sie vorläufig sind und die Verteilung noch gestaltet werde, erläutert Pressesprecher Clemens Teschendorf.

Für die Zentralschule Harrislee läuft der Anmeldezeitraum sogar noch bis zum 31. März. Schon jetzt freut sich Schulleiter Jürgen Bethge über zurzeit 73 Anmeldungen für den kommenden 5. Jahrgang. „Da unser pädagogisches Konzept eine maximal Dreizügigkeit in der Gemeinschaftsschule vorsieht, sind somit unsere zukünftigen 5. Klassen bereits gefüllt.“

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erstellt am 16.Mär.2017 | 06:55 Uhr

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