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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 09:59 Uhr

Kriminalität : Unbekannter verjagt vier Gewalttäter

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viel Arbeit für die Flensburger Polizei: Raubüberfälle, Einbrüche, Betrug / Erneut Warnung vor Anrufern, die auf Geld und Schmuck aus sind

Die Polizei ist auf der Suche nach einem Mann, der Mut und Zivilcourage bewiesen und damit verhindert hat, dass einer 69-jährigen Frau bei einem Überfall noch Schlimmeres passiert ist. Es geschah am Abend gegen 21 Uhr im Bereich Neustadt/Apenrader Straße, als die Frau von vier jungen Männern – vielleicht waren es auch fünf – unvermittelt ins Gesicht geschlagen, zu Boden geworfen und nach Wertsachen durchsucht wurde. Ihr Schutzengel war ein Mann, der zufällig vorbei kam, die jungen Männer vertrieb und sich um die verletzt am Boden liegende Frau kümmerte.

Das Ganze geschah schon am Donnerstag vor einer Woche (20. Oktober). Doch noch immer hat die Polizei keine Spur von den Tätern, gegen die sie wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Deshalb sucht sie jetzt nach Zeugen – und nach dem unbekannten Helfer.

Opfer eines Raubüberfalls wurden genau eine Woche später zwei Zwölfjährige in der Stuhrsallee. Kurz nach 15 Uhr wurden sie auf Höhe der Auguste-Viktoria-Schule von drei männlichen Personen angesprochen, die Wertsachen forderten. Den Jungs gelang zunächst die Flucht, sie wurden jedoch eingeholt. Die Täter entrissen ihnen die Beute und flüchteten in Richtung Knuthstraße. Einer der Zwölfjährigen verletzte sich bei einem Sturz leicht. Auch hier sucht die Polizei jetzt nach Zeugen. Zwei der Täter wurden beschrieben: Sie waren etwa 18 Jahre alt und etwa 1,80 Meter groß. Beide waren dunkel bekleidet und trugen dunkle Schals.

Im Dunkeln tappt die Polizei auch nach einem versuchten und einem vollendeten Einbruch am Donnerstagnachmittag, 27. Oktober. In der Zeit von 14 bis 16 Uhr seien Unbekannte in eine Wohnung eines Mehrfamilienhauses an der Dorotheenstraße eingedrungen und hätten Elektronikgeräte und Schmuck mitgehen lassen.

An der Reitbahn versuchte man zwischen 15 und 15.30 Uhr, die Hintertür eines Einfamilienhauses aufzuhebeln. Das bemerkte jedoch ein Anwohner. Die vermutlich drei Täter im Alter von 16 bis 18 Jahren suchten daraufhin das Weite. Auch hier suchen die Ordnungshüter nach weiteren Zeugen, die sich in allen genannten Fällen unter Telefon 0461-4840 melden können.

Die Polizei beschäftigte sich in den letzten Tagen erneut mit betrügerischen Anrufen von Menschen, die sich als Polizisten ausgaben und sich nach Kontodaten, Wertgegenständen oder Bargeld erkundigten. Die Masche der dreisten Betrüger ist immer ähnlich: Sie gaukeln den meist älteren Menschen vor, dass man bei einer Festnahme ihren Namen gefunden hätte oder es in der Nachbarschaft vermehrt zu Einbrüchen gekommen sei und man sich nun sorge. Dies nimmt man als Anlass, um die Angerufenen auszufragen. Die Polizei rät: Lassen Sie sich von den meist sehr redegewandten Anrufern nicht einschüchtern. Geben Sie keine Auskunft über ihre Anschrift, Kontodaten oder Wertgegenstände beziehungsweise Bargeld. Sprechen Sie mit Bekannten und Nachbarn, um diese vor der dreisten Betrugsmasche zu warnen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei!

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erstellt am 29.Okt.2016 | 18:21 Uhr

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