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Flensburger Tageblatt

04. Dezember 2016 | 07:14 Uhr

Torten in zwei Einkaufscentern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

20 Jahre Förde-Park, 10 Jahre Flensburg-Galerie / Wichtige Eckpfeiler für die Bedeutung der Stadt

Nein, natürlich nicht! Mit dem gleichzeitigen, offiziellen Auftakt der Jubiläumsfeiern wollte keiner der beiden Großen – 20 Jahre Förde-Park, 10 Jahre Flensburg-Galerie – seinem Mitbewerber die Schau stehlen. Der Auftakt war in beiden Häusern gestern um 11 Uhr und gleichzeitig wurden Torten angeschnitten.

Jeden Gedanken daran, dass einer den anderen ausstechen wollte, wies Andreas Klein, Center-Manager der Flensburg-Galerie zurück, sprach sogar von einer bewussten Entscheidung. Beide großen Center seien über die Absichten des anderen informiert gewesen, hätten sich auch abgesprochen mit dem Ergebnis: Parallele Veranstaltungen in beiden Centern könnten einen zusätzlicher Anstoß für Kunden aus dem Umland sein, nach Flensburg zu fahren.

Ein Problem hätte es nur bei der Frage geben können, welcher Repräsentant des Rathauses schaut bei der Party vorbei. Die Lösung: Oberbürgermeister Simon Faber kam in die Flensburg-Galerie, Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar in den Förde-Park. Damit war die Sache rund.

Eigentlich hätten die Stehtische zum Empfang in der Flensburg-Galerie vorn am Eingang Holm stehen müssen, unter der Gedenktafel für den früheren Oberbürgermeister Hermann Stell. Er hatte sich für die Galerie intensiv eingesetzt mit dem Gedanken, dass ein Einkaufsmagnet den Centern am Stadtrand Paroli bieten und damit die Innenstadt stärken sollte.

Und die Einkaufscenter bewegen Menschen: Manager Norbert Fels verweist auf täglich rund 20  000 Kunden im Förde-Park. Damit habe sich das Center als eines der bedeutenden Einzelhandels-Standorte über die Grenzen Flenburgs hinaus etabliert. Der Förde-Park erwartet jetzt den hundertmillionsten Besucher.

In den zehn Jahren ihres Bestehens hat die Flensburg-Galerie nach Auskunft von Center-Manager Andreas Klein 60 Millionen Besucher verzeichnet. Die Geschäfte unter dem gemeinsamen Dach hätten 60 Millionen Euro Umsatz gebracht. Aktuell werde die Galerie für die Erneuerung ihres Erscheinungsbildes vorbereitet, für die ein zweistelliger Millionenbetrag eingeplant sei.

Die Galerie sei ein wichtiger Baustein für die Strategie, Flensburg zur führenden Einkaufsstadt der Region zu machen, sagte Oberbürgermeister Simon Faber. Der Einzelhandel habe seinen Anteil daran, dass die Flensburger Zentralität deutlich größer sei als die vergleichbarer Städte. 4000 Personen täglich auf dem Holm – das sollten andere Städte Flensburg erst einmal nachmachen. Faber erinnerte an die mehrjährigen Auseinandersetzungen um den Bau der Galerie, insbesondere um den Abriss der alten Stadtbücherei.

Die geplante Modernisierung der Galerie passe zur Erneuerung des Fußgängerbereichs. Mit der geplanten Altstadtsanierung, der Aufwertung des Südermarktes und der Höfe werde die Attraktivität weiter steigen.

Die Stadtpräsidentin brachte die Vorteile des Förde-Parks auf den Punkt: Einkaufsbummel unabhängig vom Wetter, kostenlose Parkplätze direkt vor der Tür, die Vielfalt des Angebotes. Konsequenz: Aus allen Himmelsrichtungen kommen die Besucher. Swetlana Krätzschmar: Dass der Förde-Park nach den Entwicklungen der Innenstadt und der anderen Center wieder Innovationen ins Spiel bringe, sei verständlich. 

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erstellt am 30.Sep.2016 | 08:55 Uhr

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