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Flensburger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:29 Uhr

Flensburg : Technologiesprung im B-Gebäude

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Auguste-Viktoria-Schule wird Pionierin für digitales Lernen und bekommt Besuch von der Bildungsministerin Kristin Alheit.

Flensburg | Das B-Gebäude der Auguste-Viktoria-Schule ist seit dieser Woche eine Art Werkstatt für Schleswig-Holsteins Lernen der Zukunft. Das gesamte Haus, in dem Mittel- und Oberstufe unterrichtet werden, ist jetzt komplett verkabelt und mit W-Lan-Rootern ausgestattet. Alle Räume haben Beamer und entsprechende Projektionsflächen samt Audio-Boxen. Es gibt einen schnellen Internetzugang, und jeder Raum ist an das Netzwerk der „AVS-Cloud“ angebunden. Mit insgesamt 30  000 Euro fördert das Land die AVS als Modellschule „Lernen mit digitalen Medien“. Davon konnten zum Beispiel auch mehrere Klassensätze Tablet-Computer angeschafft werden. Auch die Verwendung digitaler Schulbücher ist im Aufbau. Die Stadt Flensburg unterstützt das Projekt durch die komplette Installation der Geräte – was noch einmal ähnlich teuer ist wie die Anschaffung selbst.

Die Kieler Bildungsministerin Britta Ernst hat sich gestern ein Bild davon gemacht, ob das Geld gut angelegt ist. Drei Stunden lang nahm sich die SPD-Politikerin Zeit für das Gymnasium: „Diese Schule ist hier Pionier und damit Vorbild für weitere Schulen in Schleswig-Holstein“, erklärte sie. Es werde immer wichtiger, digitale Medienkompetenz zu erwerben. Welche Gefahren die technische Aufrüstung der Schulen berge? Natürlich gebe es Suchtgefahren, sagt Ernst: „Deshalb ist es wichtig, dass die Geräte in den Schulen auch kritisch betrachtet werden.“

Schulleiter Markus Eckert ist zunächst froh, dass endlich alles installiert ist: Nach der Auszeichnung für die Schule im vergangenen Mai hatte die AVS gehofft, dass das schnelle Internet schneller am Südergraben einziehen würde. Jetzt, wo alles steht, wachse die Begeisterung bei Schülern wie Kollegium, die in den 15 vernetzten Räumen arbeiten dürfen.

„Die Kollegen können das Netzwerk auch von zu Hause füttern“, sagt Eckert. Und Kinder könnten ihre Notebooks, Tablets oder Smartphones, mit denen sie zu Hause arbeiten, auch im Unterricht nutzen. In der Schule könne eine zu Hause vorbereitete Präsentation durch Texte und Fotos aus dem Unterricht aktuell ergänzt werden. Die Medien sollen aber auch bei der Differenzierung helfen: „Sie können ihre Arbeitsgeschwindigkeit selbst bestimmen, und digitale Schulbücher helfen bei der Individualisierung“, sagt Eckerts Stellvertreterin Martina Bouchardi. Zudem gebe es eine kleine Zahl autistischer Kinder in der Schule, ergänzt Bouchardi: „Diese Kinder finden leicht einen Zugang zur Welt über den Rechner.“

Ach so: Die neue Medienwelt samt Schüler W-Lan beginnt erst ab Klasse 7. Für Fünft- und Sechstklässler herrscht noch Handyverbot in der Klasse.

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erstellt am 24.Apr.2016 | 09:00 Uhr

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