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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 07:00 Uhr

Vermisste 86-Jährige : Taucher suchen in Teich nach Seniorin aus Tarup

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Von einem Spaziergang kehrte sie nicht zurück: Ein Großaufgebot sucht seit Montagabend Ingeborg Gröning.

Flensburg | Seit Montag, 18 Uhr, gilt die 86-jährige Ingeborg Gröning aus Tarup als vermisst. Trotz intensiver Suche fehlt bisher jede Spur der Seniorin, die am Montag wie gewohnt gegen 14 Uhr zu ihrem regelmäßigen Spaziergang aufgebrochen und diesmal nicht zurückgekehrt war. Am Mittwochnachmittag suchten Taucher der Berufsfeuerwehr in einem nahegelegenen Regenrückhaltebecken nach der 86-Jährigen – ohne Erfolg. Die Hoffnung, die alte Dame noch lebend zu finden, sinkt gegen null.

Üblicherweise begegneten Spaziergänger der leicht gehbehinderten Rentnerin mit ihrem Rollator auf einer kleinen Bank an der Obstwiese hinter dem Vogelbeerenweg. Im Sommer machte sie es sich oft mit einem Buch unter einem Birnbaum gemütlich, zu den Vierbeinern vieler Spaziergänger unterhielt sie ein freundliches Verhältnis. Angesichts der körperlichen Voraussetzungen und auch ihrer Gewohnheiten gilt es unter den Suchmannschaften eigentlich als äußerst unwahrscheinlich, dass Ingeborg Gröning noch weite Wege zurücklegen kann. Doch schon am Montagabend hatten Rettungsteams der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehren Engelsby und Tarup verstärkt durch die Rettungshunde der Johanniter, des DRK und der Polizei ein sehr großflächiges und unübersichtliches Gelände zwischen Ringstraße und Taruper Hauptstraße mit Wärmebildkameras, Scheinwerfern und Hunden durchkämmt. Polizeihundin „Tika“ hatte anhand von Bekleidungsstücken der Vermissten am Regenrückhaltebecken der Beek am Weidenbogen eine Spur aufnehmen können, die bis zur Taruper Hauptstraße führte. Hier wurden die Geruchsspuren von einer zusätzlichen Polizeihündin weiterverfolgt. Sie führte über den Friedhof Adelby und weiter über die Grünflächen entlang des Lautrupsbachs in Richtung Glücksburger Straße. Dort war in Nähe des griechischen Restaurants eine in Frage kommende Person gesichtet worden. Doch um 1.15 Uhr in der Nacht zu Dienstag musste die Suche ergebnislos abgebrochen werden.

Am Dienstagvormittag alarmierte die Berufsfeuerwehr die Freiwillige Feuerwehr Engelsby, die ab 11 Uhr die Suche fortsetzte. Ein mit Spezialkameras ausgerüsteter Hubschrauber musste zum Bedauern von Einsatzleiter Roland Setz wegen des nebligen Wetters am Boden bleiben.

Schwerpunkt der Suche waren hauptsächlich die weitläufigen Grünflächen zwischen Adelbylund und dem Stadtrand bei Engelsby. „Es ist wie verhext“, wunderte sich ein Hundeführer. „Die Frau scheint wie vom Erdboden verschluckt!“ Die Suche wurde am Dienstagnachmittag zunächst abgebrochen.

 

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erstellt am 16.Nov.2016 | 15:20 Uhr

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