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Flensburger Tageblatt

26. November 2014 | 07:19 Uhr

Tanne aufs Auto und ab in den Urlaub

vom

Mitarbeiter von Reisebüros berichten, wohin, wie lange und warum es zahlreiche Kreisbewohner über die Feiertage in die Ferne zieht

Schleswig-Flensburg | Palme statt Weihnachtsbaum, Sandstrand statt Schneematsch, Gitarre am Meer statt Orgel in der Kirche, +22 statt -4 Grad - Gründe für einen Urlaub über Weihnachten gibt es viele. Und weil die Feiertage für Arbeitnehmer in diesem Jahr besonders günstig liegen, nutzen viele die Möglichkeit, den Jahreswechsel woanders zu verbringen. Im Trend liegen vor allem die Kanaren aber auch kurzfristige Städtereisen.

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Elke Seltmann, Teamleiterin bei Raiffeisen-Reisen im Schleswiger Stadtweg, hat jedes Jahr mit Reisenden zu tun, die Heilig Abend nicht in den eigenen vier Wänden verbringen. "Dafür gibt es verschiedene Gründe", sagt sie und erzählt von älteren Ehepaaren, die weder Kinder noch Familie haben, oder von Selbstständigen, die ansonsten nur selten für mehrere Tage oder gar Wochen ihren Betrieb schließen können.

Aber auch traurige Einzelschicksale seien häufig Beweggründe für einen Weihnachtsurlaub. Plötzlich alleine zu Hause zu sein über die Feiertage, das wollen laut Seltmann viele Menschen vermeiden. Auch sie selbst ist einige Jahre mit ihrem Mann über Weihnachten weggefahren: "Aber nicht ins Warme, sondern nach Süddeutschland."

Während Elke Seltmann die besonders weihnachtliche Atmosphäre dort reizt, zieht es 90 Prozent ihrer Kunden in wärmere Gefilde. Neben Kreuzfahrten werden besonders die Kanaren gebucht. Fuerteventura sei für die Norddeutschen typisch, weiß die gebürtige Nordrhein-Westfälin zu berichten. Aber auch ein anderes Ziel sei in den letzten 35 Jahren nie aus der Mode gekommen: "Mallorca hatten wir natürlich während meiner ganzen Dienstzeit." Unabhängig vom Urlaubsziel blieben aber die wenigsten ihrer Kunden länger als zehn Tage der Heimat fern.

Einen gegenteiligen Trend verzeichnet Martin Herrmann, Chef des Reisebüros "Holiday Land" in Harrislee, bei den Senioren: Einige würden gleich ganze zwei oder drei Monate verreisen und am Urlaubsort komplett überwintern. "Diese Langzeiturlaube sind sogar bezahlbar", weiß er zu berichten. Häufiger seien es aber auch in Harrislee die Familien, die vor dem Weihnachtsstress flüchten. Der Großteil, wie in Schleswig, versucht dem Trubel auf Kreuzfahrtschiffen oder auf den Kanarischen Inseln zu entkommen, manchmal aber auch in der Kälte. Herrmann: "Die Familien nehmen sich dann eine Hütte im Schnee, schnallen den Weihnachtsbaum auf den Dachgepäckträger und sind über die Feiertage weg!"

Urlaube im Schnee hat auch Jessica Luszczak vom Reisebüro Mohrhof in Süderbrarup schon vermittelt, doch das liege nicht im diesjährigen Vorweihnachtstrend. "Wenn Skiurlaub gebucht wird, dann ganz kurzfristig", sagt sie. Stärker nachgefragt seien auch bei ihr Urlaube dort, wo es im Winter warm ist. Allerdings würden auch Städtereisen stark nachgefragt. Die Kurzreise nach Berlin oder Wien etwa, zum Weißenhäuser Strand oder auch für einige Tage nach Lübeck mit seinem schönen Weihnachtsmarkt, auch das sei in diesem Jahr für viele Menschen offenbar eine Alternative zu Adventsstress und Weihnachten im eigenen Zuhause.

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erstellt am 20.Dez.2012 | 07:13 Uhr

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