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Flensburger Tageblatt

28. November 2014 | 02:19 Uhr

Wahlkreis 1 Schleswig-Flensburg : Sütterlin-Waack für die CDU in den Bundestag

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die CDU-Kandidatin Sabine Sütterlin-Waack gewinnt den Wahlkreis mit 42,5 Prozent der Stimmen klar vor Dirk Peddinghaus (SPD). In Flensburg liegt die SPD vorn.

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Sabine Sütterlin-Waack hat es geschafft. Die CDU-Politikerin wird für den Wahlkreis 1 in den kommenden vier Jahren in Berlin im Bundestag sitzen und in die Fußstapfen von Wolfgang Börnsen treten. Sie gewann den Wahlkreis mit 42,5 Prozent der Stimmen deutlich vor SPD-Kandidaten Dirk Peddinghaus mit 37,2 Prozent der Erststimmen.

„Das Ding ist durch!“ Kreispräsident Ulrich Brüggemeier (CDU) sprach bereits gegen 20.15 Uhr aus, was die meisten Besucher im Schleswiger Kreishaus dachten – nur Sabine Sütterlin-Waack selbst bremste die Euphorie. Während Peddinghaus das Geschehen mit seiner Frau Karen von der Fensterfront des Bürgersaals aus verfolgte, tigerte die Frau aus Lürschau unruhig durch den Saal, suchte hier und da den Smalltalk, suchte die Nähe zu ihrem Mann Kai Waack – den Blick immer auf die Großbild-Leinwand gerichtet, auf der die Erststimmen-Ergebnisse aus den 149 Wahlkreisen einliefen. Als Brüggemeier seinem Optimismus Ausdruck verlieh, waren knapp zwei Drittel der Wahlkreise ausgezählt, der schwarze Balken der Wahl-Grafik schien bei über 48 Prozent wie in Stein gemeißelt, rund 6400 Stimmen Vorsprung vor Peddinghaus. Aber: Flensburg und Schleswig waren noch nicht ausgezählt. Und das bedeutet: Die Wahl ist noch nicht gelaufen.

„Das habe ich alles schon erlebt“, sagte zu dieser Zeit auch CDU-Urgestein Wolfgang Börnsen, der wie aufgedreht durch den Bürgersaal eilte, um jeden Besucher mit Handschlag zu begrüßen.

Peddinghaus zollte der Siegerin seinen Respekt, sprach wie Sütterlin-Waack selbst von einem überaus fairen Wahlkampf. „Das war menschlich sehr anständig, wir haben uns nur inhaltlich gestritten.“ Bereits vor dem Showdown im Schleswiger Kreishaus hatten sich die im Norden wahlkämpfenden Kandidaten darauf verständigt, dass der Sieger die anderen als erste Amtshandlung nach Berlin einlädt. „Das war eine richtig nette Truppe“, sagte Sütterlin-Waack, die vor der Wahl keine Vorbereitungen für einen eventuellen Umzug in die Hauptstadt getroffen hatte. „Nein, bestimmt nicht – nach allem, was ich erlebt habe.“ Damit spielte sie auf den holprigen Start ihrer Kandidatur an, die schon an den damaligen CDU-Vormann Jost de Jager verloren war und ihr erst nach dessen überraschendem Rücktritt wieder zufiel. Warten bis zum Ende – das war auch gestern Abend ihre Devise. 21.15 Uhr: Flensburg hat Ergebnisse gemeldet. Peddinghaus gewinnt in der Stadt mit 42,1 Prozent, holt um gut 3300 Stimmen auf. Doch allen im Kreishaus ist klar: Das wird nicht mehr reichen. Sütterlin-Waack ist durch.

SPD-Kreistagsfraktionschef Ingo Degner flüchtete sich mit Blick auf die Prognosen zum Bundesergebnis in Galgenhumor. „Jetzt kann die CDU wohl vier Jahre lang allein regieren. Das Gute daran ist: Sie kann keinem mehr die Schuld geben.“

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von
erstellt am 22.Sep.2013 | 23:26 Uhr

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