zur Navigation springen

Bildung und Kultur in Flensburg : Starke Besucherzahlen und ein diskreter Kassenautomat

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtbibliothek Flensburg zieht Bilanz für das Jahr 2016 – unter den Neuerungen sind auch E-Learning-Kurse

Echte Leseratten finden auch durch die Baustelle in der Flensburg-Galerie den Weg in die Stadtbibliothek. Seit Oktober werde um die Bücherei herum gebaut, doch trotz der Maßnahmen und manchen Leerstands blickt Bibliotheksleiterin Ute Kaminski auf ein „sehr erfolgreiches, gutes Jahr 2016“ zurück. Fast 314  000 Besuche hat die Statistik erfasst, die Zahl der aktiven Leser ist demnach im Vergleich zum Jahr 2015 um 100 auf 10  236 gestiegen. Den größten Zuwachs gab es bei den Kindern bis zwölf Jahren.

Kinder und Ältere hebt Ute Kaminski als Schwerpunkte hervor: „Die nutzen die Bibliothek sehr stark.“ Für beide Zielgruppen gibt es besondere Angebote. Führungen, Bücherkisten, Lesungen – und natürlich der Bücherbus, den Kaminski als „Luxus“ bezeichnet, zählen für die Kleinsten dazu. Der Bücherbus sei im ersten Jahr nach neuem Fahrplan Kindergärten und Schulen angefahren.

Seit 2014 hält die Bibliothek einen umfangreichen Bestand an Titeln zum Thema Demenz vor, berichtet die Leiterin und erklärt, dass sich das Material an pflegende Angehörige ebenso wie Fachpersonal richtet. Drei vom Land gestiftete und mit je acht Komponenten gepackte Medientaschen legt sie besonders ans Herz. Musik, Ratgeber und Bildkarten zum Beispiel zum Thema „Das waren die 50er“ sollen die an Demenz erkrankten Angehörigen aktivieren, erläutert Kaminski.

Auch jede Menge Neuerungen kann die Diplom-Bibliothekarin anführen, die wichtigste: der neue Kassenautomat. Seit dieser seit November zur Verfügung steht, müsse man nicht mehr für 70 Cent Säumnisgebühr in der Schlange anstehen und könne die Gebühr ganz diskret mit EC-Karte begleichen. Das diene der Kassensicherheit, sagt Kaminski, und erleichtere die Arbeit. Jetzt könne sich das Team mehr auf inhaltliche Fragen der Besucher konzentrieren. Neu sind auch die Cover-Abbildungen im Katalog und verbesserte Suchoptionen, die nicht mehr so textlastige Homepage und das Abo für den Brockhaus als Datenbank. Gerade erst frei geschaltet wurde das E-Learning. Die Büchereileiterin erklärt: „Es gibt jetzt die Möglichkeit, darüber einen Kursus digital auszuleihen, beispielsweise um Italienisch zu lernen.“ Sie selbst ist gerade dabei. Positive Erfahrungen hat die Bibliothek mit dem Willkommensregal gemacht, es ist eines der Angebote an Flüchtlinge. 22 Führungen in einfacher Sprache haben zwei Kolleginnen 2016 angeboten; der Bedarf sei weit größer, sagt Kaminski. Vor allem komme gut an, dass die Neuankömmlinge dabei auch zu Wort kommen und etwas von sich erzählen. Über 100 angemeldete Leser gebe es „aus diesem Bereich“.

Eine Lesung vom Kaliber Herta Müller und in Zusammenarbeit mit zwei Bibliotheken in Dänemark soll es auch in diesem Jahr geben, und im Herbst ist wahrscheinlich der Schwede Arne Dahl zu Gast.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 14.Mär.2017 | 08:54 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen