zur Navigation springen

Flensburger Tageblatt

28. August 2016 | 07:08 Uhr

Wachstum : Stadt plant 150 neue Kita-Plätze

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Großer Bedarf im Norden und im Osten des Stadtgebiets / Keine Chance für ADS-Kita Sophiesminde?

Die Stadt will massiv in die Schaffung zusätzlicher Plätze in Kindertagesstätten einsteigen. Allein 100 000 Euro sollen für Planungs- und Vorbereitungskosten ausgegeben werden – wenn der Finanzausschuss zustimmt. Ein Schwerpunkt liegt in der Nordstadt – doch wie es aussieht, profitiert der Träger ADS-Grenzfriedensbund mit seiner Not leidenden Kita Sophiesminde nicht von diesem Beschluss des Jugendhilfeausschusses.

150 zusätzliche Plätze sollen in der Stadt geschaffen werden, erläuterte Ulrich Mahler, Leiter des Fachbereichs Bildung. Der Bedarf ist immens und ergibt sich vor allem aus dem Bevölkerungswachstum, das der Stadt seit Jahren vorausgesagt wird. In allen drei Altersgruppen – unter 3, 3 bis 6,5 und über 6,5 bis 11 Jahren – werde es bis 2016 ein Wachstum geben, rechnete Michael Düring, Leiter der Abteilung Kindertagesstätten, im Ausschuss vor. Allein im U3-Bereich bleibe ein Bedarf von 140 Plätzen offen, wenn man bis 2016 die angestrebte Betreuungsquote von 45 Prozent aller Kinder zu Grunde legt. Im Elementarbereich – 3 bis 6,5 Jahre – blieben demnach 70 Plätze offen.

„Wir sind in der Pflicht, diese Plätze zu schaffen“, betonte Mahler im Ausschuss. Die privaten Träger hätten sich in den letzten Jahren vor allem bei der Schaffung neuer U3-Plätze stark engagiert und tun es immer noch. „Jetzt sind wir in der Pflicht.“

In welchen Stadtteilen die 150 zusätzlichen Plätze entstehen sollen, steht noch nicht fest. Schwerpunkte des Bedarfs liegen in der Nordstadt ,aber auch in östlichen Stadtteilen. In der Nordstadt gibt es das zusätzliche Problem der ADS-Kita Sophiesminde, die seit 2102 in die Petrischule ausquartiert ist (wir berichteten) und noch kein neues Zuhause hat. Die Hoffnung dieses Trägers, von der neuen Initiative der Stadt profitieren zu können, haben sich am Mittwoch zerschlagen. Der Beschluss sieht klar vor, dass eine mögliche neue Kita im Norden von der Stadt selbst betrieben werden soll. Mahler machte deutlich, dass man in Flensburg dem Prinzip treu bleibe, nicht in den Kita-Bau zu investieren, um sie hinterher an andere Träger zu vermieten.

Die Stadt geht davon aus, dass das Land die Genehmigung für die provisorische Unterbringung der Kita Sophiesminde in der Petrischule verlängern wird. Doch ADS-Geschäftsführer Ernst-Peter Rodewald ließ gestern offen, ob man unter diesen Umständen die Kita überhaupt weiter betreiben wolle. Man werde die Kinder nicht auf der Straße stehen lassen, sagte Horst Bendixen, Sozialchef im Rathaus, für diesen Fall. Eine Übernahme des ADS-Personals der Kita Sophiesminde wäre für ihn eine Selbstverständlichkeit, fügte er hinzu.

 

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 28.Mär.2014 | 07:46 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Themen zu diesem Artikel:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen