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Flensburger Tageblatt

07. Dezember 2016 | 13:35 Uhr

Zwei geschwächte Schwäne und eine tote Ente : Sperrbezirk: Weitere Fälle von Vogelgrippe in Flensburg?

vom

Die Feuerwehr muss zwei geschwächte Schwäne einfangen. Das TBZ muss eine tote Ente aus dem Hafenbecken bergen.

Flensburg | Zwei geschwächte und verirrte Schwäne und eine tote Ente haben die Flensburger Berufsfeuerwehr und das Technische Betriebszentrum am Freitagabend und Sonnabendmorgen beschäftigt. Nachdem der Ausbruch der Geflügelpest bei einem Wildvogel in Flensburg am Freitag amtlich festgestellt wurde, geben die neuen Fälle Anlass zur Sorge. Nach Angaben des Leitungsdienstes der Feuerwehr Flensburg, Sven Hansen, gab es zunächst einen Einsatz im Ortsteil Weiche. Gegen 18.30 Uhr entdeckten Anwohner des Iltishof einen hilflosen Schwan in einer offenen Garage. Das geschwächte Tier wurde von Mitarbeitern der Feuerwehr sorgsam eingefangen und zunächst zur Wache gebracht. Hier bekam der Schwan Nahrung und Wasser.

Die Vogelgrippe hat Flensburg erreicht. Seit Freitag ist Flensburg Sperrbezirk, da bei einem in der Stadt aufgefundenen Wildvogel, die Vogelpest durch amtliche Untersuchungen nachgewiesen wurde. Bereits seit dem 17. November ist das Flensburger Stadtgebiet Beobachtungsgebiet, als in Glücksburg der Erreger bei einem toten Vogel nachgewiesen werden konnte. Für die Dauer von 21 Tagen gelten für Geflügelhalter die landesweiten Restriktionen.

Nur eine Stunde später lief ein weiterer Notruf ein. Ein ebenfalls hilfloser Schwan soll an der Stadtgrenze zu Flensburg den Verkehr behindern. Der Wildvogel versuchte immer wieder aus einem Straßengraben mit Flugversuchen zu starten und gefährdete damit den Verkehr. Die Polizei sperrte die Landesstraße 16 zwischen Harrislee und dem Flensburger Nordkreuz teilweise für Autos. Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr konnten den renitenten Schwan nach mehreren Versuchen ebenfalls einfangen. Der Vogel wurde an der Hauptwache in Flensburg auf mögliche Verletzungen untersucht und versorgt. Im Anschluss wurden beide Schwäne auf Anordnung des zuständigen Kreisveterinärs an einer Wasserstelle in Flensburg wieder in die Natur ausgesetzt.

Mitarbeiter retten einen geschwächten Schwan von der Landesstraße 16.
Mitarbeiter retten einen geschwächten Schwan von der Landesstraße 16. Foto: Karsten Sörensen
 

Am Sonnabendvormittag liefen dann erneut Anrufe bei der Leitstelle über die Servicenummer 19222 für tote Wildtiere ein. Der 24-Stunden-Bereitschaftdienst des Technischen Betriebszentrums in Flensburg (TBZ) wurde zum Hafen gerufen. Passanten hatten eine tote Wildente im Wasser an der Museumswerft entdeckt. Mit Schutzkleidung ausgerüstet, konnten die Mitarbeiter das Tier aus dem Hafenbecken bergen. Die tote Ente soll nun auf mögliche Vogelgrippe-Erreger untersucht werden. Ein weiterer toter Vogel wurde an einer Mülltonnenanlage in Flensburg-Engelsby gemeldet, konnte aber von den Einsatzkräften nicht mehr gefunden werden.

Personen, die tote Wildvögel finden, sollten sich unter der Servicenummer 19222 an die Behörden wenden. Für generelle Fragen zur Geflügelpest hat das Land ein Bürgertelefon eingerichtet, das werktags von 9 bis 17 Uhr besetzt und unter 0431/1606666 erreichbar ist. Verendete Fundtiere sollten auf keinen Fall berührt werden. Es ist Vorsicht geboten.

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erstellt am 26.Nov.2016 | 13:46 Uhr

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