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Flensburger Tageblatt

31. August 2016 | 16:16 Uhr

Flensburg : So wird Pferd Elli aus dem eisigen Schlammloch befreit

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ausgerutscht: Die Kaltblüter-Stute sitzt anderthalb Stunden im eisigen Schlammloch fest - am Ende gelingt Feuerwehr und TBZ die Rettung mit einem Radlader.

Flensburg | Entflogene Kanarienvögel, im Baum festsitzende Katzen, okay. Die Berufsfeuerwehr hat schon so manches Tier aus einer misslichen Lage befreit. Aber ein Pferd im Schlammloch hatten die professionellen Helfer noch nicht. Am Dienstag in aller Frühe war es so weit. Die Feuerwehr rückte bei sechs Grad minus aus, um einer fest sitzenden 24 Jahre alten Stute aus dem Schlamassel zu helfen.

Der Mitarbeiter eines Pferdestalls am Grünen Weg an der Marienhölzung hatte das Tier mit anderen Artgenossen frühmorgens auf die Koppel gelassen. Für Kaltblüter Elli war der morgendliche Auslauf aber schnell beendet. Auf dem glatten angefrorenen Boden rutschte die stattliche Pferdedame an einem Graben in ein Schlammloch - und kam aus eigener Kraft nicht wieder heraus. Auch die Bemühungen der Reitstall-Mannschaft, das Tier aus seiner misslichen Lage zu befreien, blieben ohne Erfolg. Elli steckte fest. Die Mitarbeiter des Reiterhofes alarmierten die Feuerwehr. Die rückte mit ihrem Löschzug aus, der aber von Elli schnell an die Grenze des Machbaren geführt wurde. Das technische Gerät ist zwar hochmodern, aber für die problemlose und schonende Bergung eines gestressten Kaltblüters aus einem eiskalten Schlammloch war die Ausrüstung dann doch nicht die richtige. Die Einsatzleitung forderte Amtshilfe beim Technischen Betriebszentrum an, das einen Radlader mit hydraulischem Hublift in Marsch setzte.

Pferdedame Elli war derweil durch die 20-köpfige Helfergruppe so gut es irgend ging versorgt. Ein Tierarzt war vor Ort, der dem verängstigten Pferd mit Beruhigungsspritzen den schlimmsten Stress nahm. Decken auf dem Pferderücken spendeten wenigstens von oben etwas Wärme. Die Feuerwehr hatte zudem mehrere Löschschläuche an den Unfallort gebracht, mit denen die Stute fixiert wurde. Die Helfer mussten befürchten, dass die gut eine Tonne wiegende „Elli“ sich und andere bei der Bergung verletzen würde – eine unbegründete Befürchtung.

Der Radlader des TBZ hatte am Ende keine Probleme, den Kaltblüter aus der Schlammfalle zu befreien. Ganz vorsichtig wurde „Elli“ am hydraulischen Arm des Spezialfahrzeugs aus dem Loch gehoben und nach anderthalb Stunden des Bangens Punkt 9.40 Uhr wieder auf die eigenen vier Hufe gestellt und in den warmen Reitstall gebracht. Kaltblüterin Elli hatte den Unfall offenbar unverletzt überstanden.

 

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erstellt am 17.Feb.2016 | 07:00 Uhr

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