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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 17:41 Uhr

Sie räumen Rad-Stolpersteine ab

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fahrrad-Plattform sammelt seit einem Jahr Probleme – und meldet erste Erfolge

Ob dauerhafte Bauschuttcontainer auf dem Radweg, nicht abgesenkte Bordsteinkanten oder gefährliche Löcher in der Fahrradpiste: Es ist ungefähr ein Jahr her, dass der Flensburger Ingenieur und Radfahrer Tim Meyer-König (42) eine Internet-Plattform anstieß, um auf Probleme auf und mit Radwegen oder anderen fahrradfreundlichen Strecken aufmerksam zu machen. Meist geht es um Streckenführung oder Oberflächenbelag. Mehr als 100 Meldungen gab es seitdem – und Meyer-König glaubt, dass alle neuralgischen Punkte auf den wichtigen Strecken damit schon einmal öffentlich wurden. Meyer-Königs Ziel: „Ich will die Stadt nicht auf die Anklagebank setzen, sondern Wissen zusammentragen, damit Schwachstellen ausgemerzt werden können.“

Deshalb hat er sich den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) ins Boot geholt und Henrike Grimm (18), die seit August dort ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert. Sie pflegt die gemeldeten Probleme in die Plattform ein und gibt sie weiter an die Zuständigen bei Stadtplanern und Tiefbau.

Einen ersten Erfolg haben Grimm und Meyer-König jetzt vorstellen dürfen: Am Übergang Munketoft vom Campus zur alten Peelwatt-Brücke, wo manch ein Student zwischen Hochschule und Technologiezentrum pendelt, ist die Stadt bereits aktiv geworden. Das Technische Betriebszentrum (TBZ) hat den im Winterhalbjahr und und bei Nässe dauermatschigen Übergang mit Verbundsteinen trockengelegt. Zwar sei damit noch nicht der Wunsch mancher Schülereltern nach Zebrastreifen oder Ampel nachgekommen, wo für Autofahrer Tempo 70 erlaubt ist. Aber die Rutschgefahr für Zweiräder vor dem Übergang über die vielbefahrere K8 ist gebannt, lobt Meyer-König. Er schielt neidisch in die Vorreiterstädte des Fahrradverkehrs: „Überall wo es intensiven Fahrradverkehr gibt wie in Münster, Kopenhagen oder den Niederlanden kam der Durchbruch erst, nachdem man den Radlern eine gute Infrastruktur bot.“


www.bikelog-flensburg.de


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erstellt am 07.Okt.2016 | 18:26 Uhr

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