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Flensburger Tageblatt

10. Dezember 2016 | 15:44 Uhr

Maasholm : Seebrücke muss erneuert werden

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Maasholm stellt zwei Millionen Euro für die Sanierung der Schumacherbrücke bereit und hofft auf Fördergelder. Die Gebühren für Liegeplätze im Fischereihafen sollen im kommenden Jahr erhöht werden.

Gut zwei Millionen Euro sind erforderlich, um die Schumacherbrücke zu erneuern. Diesen Betrag weist der Haushaltsplan für das Wirtschaftschaftsjahr 2017 für den Hafenbetrieb der Gemeinde Maasholm aus. Ursprünglich war vorgesehen, nur einen Teil der Brücke zu erneuern (veranschlagte Kosten 900  000 Euro). Doch nach Rücksprache mit dem zuständigen Ministerium in Kiel geht es nun um einen vollständigen Neubau der Brücke, an der üblicherweise der Seenotrettungskreuzer „Nis Randers“ und das Rettungsboot „Wuppertal“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihre Liegeplätze haben, von wo aus Angelkutter hinaus auf die Ostsee fahren und Fahrgastschiffe anlegen.

Die Schumacherbrücke entstand Anfang der 1960er-Jahre, sie ist Nachfolgerin einer 1936 für die damals gegründete Fischereigenossenschaft erbaute Brücke aus Eichenholz. Benannt wurde sie nach Peter Schumacher, seinerzeit Bürgermeister von Maasholm und Vorsitzender der Fischereigenossenschaft.

Nachdem nun entschieden worden ist, die gesamte Brücke zu erneuern, muss die bisherige Planung ausgeweitet werden. Dafür erteilte die Gemeindevertretung den Nachtragsauftrag an das mit der Planung beauftragten Ingenieurbüro. Die Förderanträge sind gestellt, und die Gemeinde wird im nächsten Jahr für die anstehende Investition einen Kredit in Höhe von 886  000 Euro aufnehmen. Wann mit der Brückenerneuerung begonnen wird, dazu gibt es noch keine Aussagen.

Der Wirtschaftsplan der Gemeinde für 2017 weist im Ergebnisplan insgesamt Erträge von 616  600 Euro und Aufwendungen von 611  600 Euro aus, das bedeutet einen Jahresüberschuss von 5000 Euro. Die Gemeindevertretung entschied, die Kosten für den Fischereihafen ab kommendem Jahr durch eine Gebührenerhöhung für die Liegeplätze aufzufangen. Bürgermeister Kay-Uwe Andresen legte Wert auf die Feststellung, dass der Maasholmer Hafen auch dann noch immer der günstigste Hafen an der Ostsee sein werde.

Auch die Kahnstellen waren Thema im Verwaltungsbericht des Bürgermeisters: „Wie jeder sehen kann, gibt es keinen Fortschritt.“ Die seit 1991 unter Denkmalschutz stehenden ortsbildprägenden Kahnstellen waren 2011 und 2012 für 70  0000 Euro saniert worden, und dafür waren Fördermittel geflossen. Doch schon bald stellten sich Schäden ein und Gutachten sollten klären, wer für den Schaden gerade stehen muss (wir berichteten). Bisher hat die Gemeinde bereits rund 10  000 Euro für Gutachten hingeblättert, ohne dass sich seitens des mit der Bauausführung beauftragten Ingenieurbüros etwas getan hat. „Da kann man das kalte Grausen kriegen“, sagte der Bürgermeister. Nun also soll ein weiteres Gutachten Klarheit bringen.

Bei den außerplanmäßigen Aufwendungen und Auszahlungen in diesem Jahr schlägt insbesondere der 120  000-Euro-Zuschuss für den Breitbandausbau zu Buche.

Zustimmung gab es für die Bilanz 2015 des Eigenbetriebs Hafen. Die schließt mit einem Gewinn von knapp 3000 Euro ab, der der Rücklage zugeführt wird.

Eine nachträgliche Zustimmung gab es für die Optionserklärung gemäß des Umsatzsteuergesetzes. Zugestimmt wurde auch einer Sondervermögen-Satzung für die Kameradschaftspflege der Feuerwehr. In die Erneuerung der kaputten Heizung im Rathaus muss die Gemeinde 10  000 Euro investieren.

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