zur Navigation springen

Mittelangeln : Schnelles Internet ist das Ziel

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Mittelangelns Bürgermeisterin Britta Lang möchte den Breitbandausbau vorantreiben und die Mobilität verbessern.

Mittelangeln | Seit fast einem Jahr ist Britta Lang hauptamtliche Bürgermeisterin in Mittelangeln. Nun ist es an der Zeit Schwerpunkte zu definieren. Ganz oben auf ihrer Liste steht die Breitbandversorgung. „Eine moderne Gemeinde muss sich im Bereich Informationstechnik besonders gut aufstellen, will sie für Gewerbe und Bürger attraktiv sein“, lautet ihr Credo.

Als Vorsitzende des Breitband-Zweckverbandes auf Amtsebene will sie den Breitbandausbau massiv vorantreiben. Da meist die großen Telekommunikationsunternehmen die wirtschaftlich attraktiven Anschlussbereiche in den dicht besiedelten Ortskernen bedienen, müssen die Gemeinden im Rahmen der Daseinsvorsorge die Außenbereiche anschließen. Die ist jedoch mit erheblichen Kosten verbunden. Realisierbar ist dies deshalb nur, wenn mindestens 60 Prozent der betroffenen Gebäudeeigentümer sich an das Breitbandnetz anschließen lassen.

Trotz der Notwendigkeit des Breitbandausbaus hat Lang ein kritisches Auge auf die Kosten. Denn es seien die Gemeinden, die finanziell in der Verantwortung stünden, so die Bürgermeisterin. Schließlich trügen die Gemeinden das Kostenrisiko nur abgesichert durch einen 50-prozentigen Bundeszuschuss auf das zu erwartende Defizit – und nicht die Landesregierung, die sich deshalb zu Unrecht ihrer Breitbandstrategie rühme, erklärt sie.

Als Hüterin der Gemeindefinanzen sieht Lang auch die Kindergartenfinanzierung kritisch. Der Zuschuss von Land und Kreis für die Unterhaltung der Kitas habe sich auf rund 24 Prozent der Kosten verringert. Der Elternanteil betrage weiterhin etwa ein Drittel, und der Gemeindeanteil sei auf 42 Prozent angestiegen. Das belaste den Gemeindehaushalt jährlich mit mehr als einer halben Million Euro. „Mittelangeln ist in der Kinderbetreuung gut aufgestellt“, sagt Lang und weist auf den Neubau an den ADS-Kindergartens hin, der vor wenigen Wochen eingeweiht wurde und Platz für Kinder unter drei Jahren und über drei Jahren bietet.

Neue Bildungsperspektiven sieht die Bürgermeisterin in dem Bildungsforum, dessen Richtfest vor Kurzem gefeiert wurde. „Da ist eine interessante und wegweisende Bereicherung der Bildungslandschaft Mittelangeln“, sagt sie über die Baumaßnahme. Neben der Volkshochschule und dem Familienzentrum wird dort auch die Bücherei einziehen. Das alte Büchereigebäude sollte nach dem Auszug der Bücherei verkauft werden. Es sei wenig sinnvoll, in das Gebäude zu investieren, meint Lang. Von der Idee, im Büchereigebäude das Jugendzentrum (JUZ) anzusiedeln, hält sie ebenfalls nichts. Stattdessen möchte sie das JUZ im Gebäude des Dorfmuseums unterbringen.

Die Mobilität ist ein weiterer Schwerpunkt in den Planungen. Für die Zukunft gehe es ihr vor allem darum, die „Splittersiedlungen“ in die Mobilität einzubeziehen. Lang sieht hierbei die Gemeinde in der Pflicht und nennt als eine Möglichkeit den Einsatz eines Bürgerbusses oder die sogenannten Mitfahrbänke. Neben finanziellen Mitteln der Gemeinde sei jedoch besonders bürgerschaftliches Engagement gefordert. Wichtig sei auch die Vernetzung von Mittelangeln mit dem Bahnhof in Sörup.

zur Startseite

von
erstellt am 16.Mär.2017 | 11:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen