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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 05:01 Uhr

Havarie : Schiffsunglück: Sieben Ex-Mitarbeiter der Stadtwerke immer noch im Krankenhaus

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schreck sitzt Senioren immer noch in den Gliedern

Nach dem Schiffsunglück während eines Rentnerausflugs auf der Elbe – wir berichteten gestern – ist die Betroffenheit bei den Mitarbeitern der Stadtwerke groß. Betriebsräte, die den traditionellen Frühlingsausflug von insgesamt 120 Ruheständlern des Flensburger Energieversorgers begleitet hatten, stehen unter Schock. Sie selbst sind unversehrt nach Hause zurückgekehrt.

Doch die psychische Belastung ist nachhaltig spürbar. „Das alles hat sie sehr mitgenommen“, sagt Stadtwerke-Sprecher Peer Holdensen. Das Unternehmen steht in ständigem Kontakt mit den verletzten Ex-Mitarbeitern, von denen nach Kenntnis Holdensens sieben immer noch in Hamburger Krankenhäusern behandelt werden.

„Wir pflegen generell enge Beziehungen mit unseren Ehemaligen“, betont Holdensen. So wird die beliebte Frühlingsfahrt einmal jährlich angeboten – sie führt meist an Orte in Schleswig-Holstein, etwa an die Schlei oder an den Nord-Ostsee-Kanal.

Am Dienstag startete der Tross morgens um 7.30 Uhr mit drei Reisebussen nach Hamburg – es stand zunächst eine Besichtigung des Parkfriedhofs Ohlsdorf auf dem Programm.

Danach ging es an den Hafen. Drei von den Stadtwerken gecharterte Barkassen wurden mit jeweils 40 Personen besetzt, gegen 13.30 Uhr legten die Schiffe zu einer gut einstündigen Fahrt ab. Die Senioren freuten sich darauf, die Seehöfe, Containerterminals, Werftanlagen und die Speicherstadt vom Wasser aus zu erleben. Zu der geplanten Besichtigung der Rickmer Rickmers sollte es nicht mehr kommen. Auf Höhe des Trockendocks 11 von Blohm+Voss kam es zu dem Unfall.

Die Hafenrundfahrt-Barkasse „Irma II“ kollidierte mit Schlepper „Jörn“. Inzwischen heißt es, dass Fehler beider Schiffsführer bei der Navigation zu dem Unglück geführt haben könnten. Während beide Schiffe nach dem Zusammenstoß ans Ufer gesteuert werden und dort zunächst festmachen konnten, wurden die schwer Verletzten auf umliegende Krankenhäuser verteilt.

Am Abend konnte die Reisegruppe mit zwei Bussen die Rückfahrt antreten. „Unsere Betriebsräte haben während des Vorfalls und danach sehr besonnen und umsichtig reagiert“, lobte Peer Holdensen. „Sie haben sich um alle Reisenden gekümmert und dafür gesorgt, dass sie gut nach Hause kamen.“

 

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