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Flensburger Tageblatt

09. Dezember 2016 | 01:11 Uhr

Gewerbegebiet „Heideland“ : Salpetersäure ausgelaufen: Gefahrguteinsatz in Handewitt

vom

Beim Entladen eines Lkw wird ein 1000-Liter-Tank Salpetersäure beschädigt. Eine große Menge läuft aus. Das Gewerbegebiet in Weding wurde abgesperrt.

Handewitt | Beim Entladen eines Speditionslastzuges im Wedinger Gewerbegebiet „Heideland“ in der Gemeinde Handewitt bei Flensburg ist es am Sonnabendmorgen zu einem Unfall gekommen.

Nach ersten Erkenntnissen der Feuerwehr wurde beim Entladen eines Lastwagens mit dem Gabelstapler ein Fass beschädigt. Dabei liefen aus einem 1000-Liter-Tank mit Salpetersäure rund 300 Liter aus. Der Mitarbeiter reagierte geistesgegenwärtig, sicherte das Areal ab und verhinderte so Schlimmeres“, sagte der Einsatzleiter der Feuerwehr. Die Harrisleer Rettungsleitstelle löste Großalarm aus.

Die Salpetersäure reagierte sofort.
Die Salpetersäure reagierte sofort. Foto: Sebastian Iwersen
 

Salpetersäure ist farblos und wirkt auf die Haut- und Atemwege ätzend. Die Säure findet Anwendung bei der Herstellung von Düngemitteln, wird aber auch als Zusatzstoff in der Farbverarbeitung für Lacke sowie für die Sprengstoffherstellung verwendet. Salpetersäure reagiert sowohl mit Metallen als auch mit organischen Materialien.

Das Gewerbegebiet ist um den Unfallort weiträumig abgesperrt.
Das Gewerbegebiet rund um die Spedition wurde weiträumig abgesperrt. Foto: Karsten Sörensen
 

Neben den Feuerwehren aus Jarplund und Handewitt, wurden die Berufsfeuerwehr und der Löschzug Gefahrgut aus Schleswig alarmiert. Das Gewerbegebiet „Heideland“ wurde weiträumig abgesperrt, Rettungswagen wurden in Position gebracht. Verletzt wurde niemand.

Unter Aufsicht des Wasserverbandes und eines Vertreters der Umweltbehörde spülten sie das Areal mit rund 6000 Liter und entfernten die in einem Kalkring eingedämmten Säurerückstände. Ein Lübecker Entsorgungsunternehmen kümmerte sich um die giftigen Reste.

Die Feuerwehr prüfte noch am Morgen die Windrichtung und eine mögliche Belastung und Gefährung der ausgelaufenen Säurestoffe für die angrenzenden Wohngebiete im Bereich Weding. Eine Gefahr für die Anwohner habe jedoch zu keiner Zeit bestanden, auch sei kein Wasser über das Kanalnetz ins Abwasser gelaufen, betonte der Sprecher.

Der Einsatz dauerte rund 16 Stunden.

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erstellt am 28.Mai.2016 | 13:32 Uhr

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